Straßenverkehrssystem und seine Nutzung

Alles was du über den Straßenaufbau wissen musst!



Inhalt Lektion 4 – Das Straßenverkehrssystem und seine Nutzung

  1. Wie heißen die einzelnen Straßenteile?
  2. Fahrbahnmarkierung: Welche Bedeutung haben die Markierungen?
  3. Rechtsfahrgebot und Fahrstreifenbenutzung
  4. Was musst du bei Sonderfahrstreifen und Sonderwegen beachten?


Das Straßenverkehrssystem und seine Nutzung

Um präzise über Vorgänge im Straßenverkehr sprechen zu können, sollten zunächst einige Begriffe genauer definiert werden. Außerdem ist es wichtig, dass du etwas über die korrekte Nutzung des Straßenverkehrssystems, über die Bedeutung einzelner Fahrbahnmarkierungen, richtige Fahrstreifenbenutzung und die Nutzungsweise von Sonderwegen lernst. Ein besonders wichtiges Thema ist auch die sichere Nutzung von Autobahnen. Lerne mehr darüber, wie du dich auf Kraftfahrstraßen und Autobahnen richtig verhältst.


 

Wie heißen die einzelnen Straßenteile?

Im alltäglichen Sprachgebrauch werden Wörter wie Straße oder Fahrbahn nicht unbedingt genau ihrer Definition entsprechend genutzt. Um präzise über Verkehrsregeln sprechen zu können, benötigen wir jedoch genaue Definitionen.

Der gesamte Verkehrsraum einschließlich der Fahrbahn, der einzelnen Fahrstreifen, der Seitenstreifen und der Sonderwege nennt man Straße.


Den Teil der Straße, den du mit deinem Fahrzeug benutzen musst, wenn kein Sonderweg für dich vorhanden ist, nennt man Fahrbahn. Wenn zwei Fahrbahnen vorhanden sind, musst du die rechte davon benutzen. Diese nennt man dann auch Richtungsfahrbahn.


Den Bereich der Straße, den du mit einem mehrspurigen Fahrzeug benötigst, um ungehindert fahren zu können, nennt man Fahrstreifen. Dieser kann durch Fahrbahnmarkierungen sichtbar gemacht werden, muss er aber nicht. Wenn Fahrbahnmarkierungen vorhanden sind, schafft das aber deutlich mehr Klarheit.

Fahrbahnmarkierung: Welche Bedeutung haben die Markierungen?

Fahrbahnmarkierungen können zur Orientierung dienen oder ein konkretes Verhalten vorschreiben. In jedem Fall ist es wichtig, dass du genau weißt, was welche Markierung bedeutet.


Eine Leitlinie auf der Straße besteht aus gleichlangen Strichen in regelmäßigen Abständen. Sie soll deinen Blick leiten und so der besseren Orientierung dienen. Eine Leitlinie darf nur überfahren werden, wenn der Verkehr dadurch nicht gefährdet wird.

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Eine Fahrstreifenbegrenzung unterteilt die Fahrbahn in mehrere Fahrstreifen. Wenn durch eine Fahrstreifenbegrenzung ein Teil der Fahrbahn für den Gegenverkehr abgetrennt wird, musst du rechts von ihr fahren. Die Fahrbahnmarkierung kann dann auch aus einer Doppellinie bestehen. Die durchgezogene Linie darfst du nicht überfahren. Es darf nur auf der Fahrbahn geparkt werden, wenn zwischen dem parkenden Fahrzeug und der Fahrstreifenbegrenzung noch mindestens 3 Meter Platz bleiben.


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Manchmal besteht eine Fahrbahnmarkierung auch aus einer durchgezogenen und einer unterbrochenen Linie nebeneinander, dies nennt man einseitige Fahrstreifenbegrenzung. Hier gilt:


  • Der Fahrer, der die durchgezogene Linie auf seiner Seite hat, muss sich an die Anordnungen einer Fahrstreifenbegrenzung halten.
  • Der Fahrer, der die unterbrochene Linie auf seiner Seite hat muss die Regelungen einer Leitlinie beachten.


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Durch eine Fahrbahnbegrenzung wird der rechte Rand der Fahrbahn markiert. Wenn rechts von der Fahrbahnbegrenzung durch einen Seitenstreifen, einen Sonderweg oder einen sonstigen Fahrbahnanteil ausreichend Platz vorhanden ist, darf links von der Fahrbahnbegrenzung nicht gehalten werden. Außerorts müssen langsame Fahrzeuge, wie z. B. Mofas, Fahrräder, Fuhrwerkelandwirtschaftliche Maschinen und Krankenfahrstühle, bei genug Platz rechts neben der Fahrbahnbegrenzung fahren. Wenn der Seitenstreifen neben der Fahrbahnbegrenzung endet, musst du daher darauf achten, ob sich dort Fahrzeuge befinden und ggf. Rücksicht darauf nehmen, dass sie sich wieder einfädeln müssen.


Auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen wird durch die Fahrbahnbegrenzung der Seitenstreifen markiert. Dieser ist kein Bestandteil der Fahrbahn und darf daher nur bei Notfällen und Pannen befahren werden, es sei denn das Zeichen “Seitenstreifen befahren” gibt den Seitenstreifen als weiteren Fahrstreifen frei.


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Wenn Leitlinien oder Fahrbahnbegrenzungen zwischen 
Pfeilmarkierungen einzelne Fahrstreifen markieren, ist die Fahrtrichtung an der nächsten Kreuzung oder Einmündung durch die Pfeile fest vorgeschrieben. Auf der mit Pfeilen markierten Strecke gilt ein Halteverbot.



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Ein solcher Vorankündigungspfeil kündigt eine Fahrstreifenbegrenzung oder das Ende eines Fahrstreifens an.


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Eine so markierte Fläche ist eine sogenannte Sperrfläche und darf nicht benutzt werden.

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Eine Haltelinie (offiziell Haltlinie) ordnet in Kombination mit einem Haltgebot, wie z. B. einem Stoppschild, an, dass du hier halten musst.

 

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Eine Wartelinie empfiehlt dir, falls nötig, an dieser Stelle zu warten.



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Eine solche Grenzmarkierung für Halt- oder Parkverbote bezeichnet, verlängert oder verkürzt diese Verbote. Die Markierung darf überfahren werden.



Rechtsfahrgebot und Fahrstreifenbenutzung

Generell gilt: Du musst auf der Fahrbahn möglichst weit rechts fahren, selbst dann, wenn du dich in einer Einbahnstraße befindest. Besonders wenn du gerade überholt wirst oder an unübersichtlichen Stellen, wie z. B. Kurven oder Kuppen, ist es wichtig, dass du dich besonders weit rechts hältst. Wie weit rechts du fahren kannst, hängt von folgenden Faktoren ab:


  • Fahrbahnbeschaffenheit
  • Geschwindigkeit
  • Fahrbahnverlauf
  • Fahrbahnbreite
  • Fahrzeugbreite
  • Gegenverkehr

Manchmal müssen Fahrzeuge vom Rechtsfahrgebot abweichen. Das gilt z. B. für Lkw mit hohem Aufbau, die durch eine Allee fahren.


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Außerorts darfst du, auf Fahrbahnen mit mehreren Fahrstreifen pro Richtung, vom Rechtsfahrgebot abweichen, wenn die Verkehrsdichte das rechtfertigt. Staut sich der Verkehr auf sogenannten Richtungsfahrbahnen auf den linken Fahrstreifen, darfst du vorsichtig und mit geringer Geschwindigkeit rechts überholen. Das Rechtsfahrgebot gilt innerorts nicht. Hier darfst du, wenn mehrere Fahrstreifen für deine Richtung vorhanden sind, den Fahrstreifen frei wählen, solange dein Fahrzeug eine zulässige Gesamtmasse von unter 3,5 Tonnen hat. Auch hier darf rechts überholt werden.

Außerorts darfst du, auf Fahrbahnen mit mehreren Fahrstreifen pro Richtung, vom Rechtsfahrgebot abweichen, wenn die Verkehrsdichte das rechtfertigt. Staut sich der Verkehr auf sogenannten Richtungsfahrbahnen auf den linken Fahrstreifen, darfst du vorsichtig und mit geringer Geschwindigkeit rechts überholen. Das Rechtsfahrgebot gilt innerorts nicht. Hier darfst du, wenn mehrere Fahrstreifen für deine Richtung vorhanden sind, den Fahrstreifen frei wählen, solange dein Fahrzeug eine zulässige Gesamtmasse von unter 3,5 Tonnen hat. Auch hier darf rechts überholt werden.


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Wenn auf einer Fahrbahn für beide Richtungen insgesamt 3 Fahrstreifen vorhanden sind, die durch Leitlinien getrennt sind, darfst du den linken Fahrstreifen nicht benutzen. Er ist dem Gegenverkehr vorbehalten. Bei 5 Fahrstreifen darfst du die beiden linken Streifen nicht benutzen. Die mittlere Spur wird nur zum Linksabbiegen genutzt. Aber Achtung: Auch der Gegenverkehr nutzt den Fahrstreifen zum Abbiegen. Er kommt dir daher entgegen. Sind 4 Fahrstreifen mit Leitlinien markiert, fährt der Gegenverkehr auf den beiden linken Fahrstreifen. Bei 6 Fahrstreifen gibt es pro Richtung 3 Fahrstreifen.


Außerorts gilt: Wenn drei oder mehr Fahrstreifen für eine Richtung durch Leitlinien markiert sind, darfst du den/die mittleren durchgängig befahren, vorausgesetzt, dort fährt oder hält hin und wieder ein Fahrzeug. Auf solchen Straßen dürfen Lkw über 3,5 Tonnen sowie alle Kraftfahrzeuge mit Anhänger den äußerst linken Fahrstreifen nicht benutzen, es sei denn, sie müssen sich dort zum Linksabbiegen einordnen.



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Dort wo Pfeile oder Ampeln den Verkehr regeln, darf auch ohne höheres Verkehrsaufkommen nebeneinander gefahren werden. Wenn, bei mehreren Fahrstreifen für eine Richtung, ein Fahrstreifen nicht durchgängig befahrbar ist bzw. endet, muss unmittelbar vor der Verengung das Reißverschlussverfahren angewendet werden.


Was musst du bei Sonderfahrstreifen und Sonderwegen beachten?

Sonderfahrstreifen und Sonderwege sind einer bestimmten Kategorie Verkehrsteilnehmer vorbehalten und dürfen von allen anderen Verkehrsteilnehmern nicht benutzt werden.


Wenn rechts vom Fahrbahnrand ein gekennzeichneter Radweg vorhanden ist, müssen Radfahrer diesen benutzen, solange der bauliche Zustand des Weges es zulässt. Radwege können durch Zusatzzeichen auch für beide Richtungen oder für Mofas freigegeben werden. Außerorts sind Radwege grundsätzlich immer auch für Mofas freigegeben. Auch mit Segways fährst du nach Möglichkeit auf dem Radweg. Passe deine Geschwindigkeit dabei der der Radfahrer an.


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So beschilderte Wege sind Fußgängern vorbehalten. Fahrzeuge bis zu 1 Meter Breite (z. B. Fahrräder) dürfen hier geschoben werden. Mit dem Auto darfst du einen Gehweg nur an extra dafür vorgesehenen Stellen, wie z.B. an Ein- oder Ausfahrten, oder wenn ein Zusatzzeichen es erlaubt befahren. Trotzdem solltest du auf Fußgänger besondere Rücksicht nehmen und deine Geschwindigkeit anpassen. Bis zum vollendeten 8. Lebensjahr müssen und bis zum vollendeten 10. Lebensjahr dürfen Kinder zum Radfahren den Gehweg benutzen. Eine geeignete Aufsichtsperson darf das Kind auf dem Gehweg begleiten.


 


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Das linke Schild markiert einen gemeinsamen Geh- und Radweg. Fußgänger und Radfahrer teilen sich hier den Weg. Radfahrer müssen auf Fußgänger besondere Rücksicht nehmen. Das rechte Schild markiert einen getrennten Geh- und Radweg. Die Bereiche für Fußgänger und Radfahrer sind baulich oder durch Markierungen voneinander getrennt.

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Mit diesem Verkehrsschild gekennzeichnete Wege sind Reitern und Führern von Pferden vorbehalten.



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So gekennzeichnete Fahrstreifen sind ausschließlich für Busse des Linienverkehrs vorgesehen. Nur bei entsprechend aufgestellten Zusatzzeichen dürfen sie auch von anderen Verkehrsteilnehmern befahren werden.



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