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Persönliche Voraussetzungen

Worauf kommt es beim Fahrer eines Fahrzeugs im Straßenverkehr an? Hier erfährst du alles wichtige für die theoretische Prüfung

Inhaltsverzeichnis

Wie sicher der Straßenverkehr ist, hängt maßgeblich von den jeweiligen Verkehrsteilnehmern – also auch von dir als Autofahrer – ab. Die persönlichen Voraussetzungen eines Fahrers müssen stimmen, um verantwortungsvoll und mit angemessener Sicherheit im Verkehr unterwegs sein zu können. Das bedeutet, du musst geistig und körperlich geeignet sein, ein Auto zu fahren. Daher musst du z. B. zum Sehtest, um deinen Führerschein beantragen zu können. Auch über die Gefahren von Ablenkungen am Steuer solltest du informiert sein. Ablenkungen können nicht nur dein Handy oder das Radio sein, sondern auch deine eigenen Emotionen im Straßenverkehr. Lerne daher, sie zu kontrollieren! Geistige Aspekte der Fahreignung sind z. B. psychische oder soziale Hintergründe des Fahrers. Erfahre, wie sie sich auf dich und den Straßenverkehr auswirken können.

Ohne Sehtest kein Führerschein Das erwartet dich beim Sehtest

Jeder, der einen Führerschein beantragen möchte, muss zunächst zum Sehtest. Dadurch wird eine Fahruntüchtigkeit aufgrund mangelnder Sehschärfe ausgeschossen. Der Sehtest zum Führerschein überprüft deine zentrale Tagessehschärfe – also die Fähigkeit deiner Augen, bei normalem Tageslicht Gegenstände und Vorgänge in der Umgebung klar zu erkennen. Eine durchschnittlich gute Sehschärfe wird als “Visus 1,0” bezeichnet. Für den Führerscheinen benötigst du mindestens einen Visus von 0,7. Auch wenn du eine Brille oder Kontaktlinsen benötigst, brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Du bestehst den Sehtest für den Führerschein auch dann, wenn du für die Mindestanforderung eine Sehhilfe verwenden musst. Diese wird dann jedoch im Führerschein vermerkt, und du musst sie beim Fahren immer tragen.


 

Ob du gut siehst, hängt natürlich nicht nur von der Tagessehschärfe ab. Auch die folgenden Faktoren beeinflussen deine Sicht:

  • Nacht- und Dämmerungssehvermögen
  • Blendempfindlichkeit
  • Stereosehen
  • Farbsehen
  • Gesichtsfeld
  • Stellung und Beweglichkeit der Augen.

Wenn du den Sehtest für den Führerschein bestanden hast, kann es natürlich trotzdem sein, dass deine Sehleistung sich später noch verschlechtert. Da dies meist ein schleichender Prozess ist, wirst du es vielleicht zunächst gar nicht wahrnehmen. Daher solltest du deine Sehkraft regelmäßig durch einen Sehtest überprüfen lassen.

Fahruntüchtigkeit aufgrund von Krankheiten und Gebrechen

Deine gesundheitliche Verfassung hat wesentliche Auswirkungen auf deine Fahrtüchtigkeit. Zum einen können chronische Erkrankungen wie z. B. Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Epilepsie oder schwere Diabetes dich generell oder eingeschränkt fahruntauglich machen. Zum anderen können auch kurzzeitig auftretende Krankheiten wie Migräne, grippale Infekte, starke Schmerzen, Magen-/Darmprobleme etc. dich in deiner Fahrtüchtigkeit einschränken. Auch bei Beschwerden, die dich in deiner Beweglichkeit beeinflussen wie z. B. einem verstauchten Handgelenk oder einem gebrochenen Bein, solltest du dich nicht hinters Steuer setzen.

Aber nicht jedes Handicap führt zur Fahruntüchtigkeit. Gerade dauerhafte körperliche Einschränkungen lassen sich häufig durch Einbauten oder Zusatzeinrichtungen am Fahrzeug ausgleichen. Beispiele hierfür sind ein Drehknopf am Lenkrad oder ein Umbau auf Handgas und -bremse. Welche Einbauten und Zusatzeinrichtungen erforderlich sind, um trotz körperlichen Einschränkungen eine Fahrtüchtigkeit herzustellen, wird von der Straßenverkehrsbehörde für jeden Einzelfall gesondert vorgeschrieben.

Welche Anzeichen warnen während der Fahrt vor aufkommender Müdigkeit?

Autofahren erfordert ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Konzentration. Doch aufgrund der vielen Eindrücke, die du während einer Fahrt verarbeiten musst, kannst du schnell unaufmerksamer und unkonzentrierter werden. Da das sehr gefährlich werden kann, ist es wichtig, dass du auf folgende Alarmsignale für Müdigkeit achtest:

  • Du erschreckst dich plötzlich ohne triftigen Grund.
  • Du zeigst verzögerte Reaktionen.
  • Deine Wahrnehmung ist eingeschränkt.
  • Du erinnerst dich nicht mehr, was die letzten Kilometer war (deine Aufmerksamkeit lässt also nach).
  • Du fährst an einer Kreuzung geradeaus, auch wenn du eigentlich weißt, dass du hättest abbiegen müssen.
  • Dir fällt es schwer, die Spur zu halten.
  • Du gähnst häufig.
  • Deine Augen brennen und deine Augenlider werden schwer.
  • Du frierst.

 

Wenn du diese Signale bemerkst, ist deine Fahrtüchtigkeit gestört und es droht gefährlicher Sekundenschlaf. Befolge daher unsere Tipps gegen Müdigkeit:

  • Halte sobald wie möglich an.
  • Steige aus und bewege dich an der frischen Luft.
  • Fahre erst weiter, wenn du keine Alarmsignale mehr an dir wahrnimmst.
Tipp

Mache beim Autofahren ausreichend Pausen, damit deine Konzentration gar nicht erst so stark nachlässt, dass Alarmsignale auftreten, und setze dich, wenn du müde bist, am besten gar nicht erst hinters Lenkrad.

Warum ist Ablenkung beim Fahren so gefährlich?

Für viele erfahrene Autofahrer ist es selbstverständlich, dass sie während der Fahrt noch andere Dinge machen, wie z. B. das Radio einstellen, sich mit dem Beifahrer unterhalten oder nach der Wasserflasche greifen. Doch auch für routinierte Autofahrer steigt die Unfallgefahr wesentlich, wenn sie sich während der Fahrt mit solchen Ablenkungen beschäftigen. Damit deine Aufmerksamkeit und Konzentration nicht von der Straße abgelenkt wird, solltest du während der Fahrt folgende Tipps befolgen:

  • Bereits vor dem Losfahren solltest du deinen Sicherheitsgurt anlegen und die Spiegel einstellen.
  • Vermeide es, während du fährst, emotionale Diskussionen zu führen und versuche, keine starken Gefühle aufkommen zu lassen.
  • Verzichte darauf, dir während der Fahrt eine Zigarette anzuzünden.
  • Radio und Navigationssystem solltest du nicht beim Fahren bedienen.
  • Auch Landkarten werden besser schon vor der Fahrt studiert, mache nötigenfalls eine Pause.
  • Versuche, quengelnde Kinder zu beruhigen.
  • Auch auf spannende Hörbücher oder Radiosendungen solltest du während der Fahrt verzichten
Wichtig!

Eine häufige Unfallursache ist auch das Telefonieren oder Nachrichten schreiben während der Fahrt. Das Gesetz untersagt die Benutzung eines Mobil- oder Autotelefons im Fahrzeug, wenn der Fahrer das Telefon bzw. den Hörer des Autotelefons dafür aufnehmen oder halten muss. Du darfst dein Handy daher nur benutzen, wenn dein Fahrzeug steht und der Motor ausgeschaltet ist.

Psychische und soziale Voraussetzungen

Ein weiterer wichtiger Aspekt dabei wie bewusst und verantwortungsvoll man sich im Straßenverkehr verhält, ist die persönliche Einstellung bzw. die Werthaltung gegenüber Fahrzeugen. Hast du z. B. lange auf dein Traumauto gespart und fährst häufig einfach nur zum Spaß? Oder hast du dir einen möglichst günstigen Gebrauchtwagen gekauft, den du ausschließlich als Fortbewegungsmittel siehst? Das sind Faktoren, die sich darauf auswirken, wie du mit deinem Auto umgehst. Daraus folgt dann auch, wie du dich im Straßenverkehr verhältst: Findest du es nicht schlimm, wenn dein Pkw den ein oder anderen Kratzer bekommt, nimmst du möglicherweise in vielen Situationen weniger Rücksicht als andere.

Hinzu kommt außerdem, welche Vorbilder du dir für das Verhalten im Straßenverkehr suchst. Bei den meisten werden das vermutlich die Eltern oder auch ältere Geschwister sein. Fahren diese sehr aufmerksam, konzentriert und auf Sicherheit bedacht, wirst du dir das vermutlich auch aneignen. Wer eher rüpelhafte und rücksichtslose Fahrer zum Vorbild hatte, läuft Gefahr sich am Steuer ähnlich zu verhalten. Schau dich also bewusst in deinem Umfeld um und überlege dir, welche Fahrer du dir zum Vorbild nehmen solltest und welche besser nicht.

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