Autobahnen und Kraftfahrstraßen

Das musst du über das Verhalten auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen wissen!




 

Autobahn und Kraftfahrstraßen

Autobahnen stellen für viele Fahranfänger eine besondere Herausforderung dar. Lerne daher mehr über sicheres Ein- und Ausfahren, die richtige Geschwindigkeit, gefahrloses Überholen und das richtige Verhalten bei Stau, Pannen und Baustellen. Erfahre auch mehr über die allgemeine Nutzung des Straßenverkehrssystems.


 

Was musst du beachten, wenn du Autobahnen und Kraftfahrstraßen benutzen möchtest?

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Damit du auf einer Autobahn oder Kraftfahrstraße fahren darfst, muss dein Fahrzeug bauartbestimmt über 60 km/h fahren können. Das daher eine Mindestgeschwindigkeit auf der Autobahn von 60 km/h vorgegeben ist, stimmt allerdings nicht. Auch wenn es keine gesetzlich vorgeschriebene Mindestgeschwindigkeit für Autobahnen gibt, darf ohne triftigen Grund nicht langsam gefahren werden. Passe deine Geschwindigkeit dem Verkehrsfluss an.


Dein Fahrzeug darf außerdem mitsamt der Ladung nicht höher als 4 Meter und nicht breiter als 2,55 Meter sein, damit du damit Autobahnen und Kraftfahrstraßen benutzen darfst. Dasselbe gilt für Anhänger. Mit Kleinkrafträdern und Mofas darfst du hier generell nicht fahren.


Auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen ist Halten, Parken, Wenden und Rückwärtsfahren verboten! Plane daher deine Strecke vor Fahrtbeginn sorgfältig und informiere dich (z. B. im Internet) über staugefährdete Strecken sowie eventuelle Ausweichrouten. Durch die Verkehrsmeldungen im Radio kannst du dich auch während der Fahrt über auftretende Probleme wie Staus, Sperrungen oder Geisterfahrer informieren.


Mit deinem Fahrzeug auf einer Autobahn oder Kraftfahrstraße liegen zu bleiben, bringt dich und andere unnötig in Gefahr. Checke daher dein Auto vor Fahrtbeginn kurz durch. Denke dabei an genügend Kraftstoff, Öl, Luft etc., denn auf Autobahnen liegen Tankstellen oft weit auseinander.

Das Einfahren auf die Autobahn

Durch blaue (Vor-)Wegweiser wird der Weg zur Autobahn beschildert. Du darfst nur an den gekennzeichneten Anschlussstellen einfahren. Achte dabei darauf, ob du dich an vorfahrtregelnde Verkehrszeichen halten musst. Du solltest auf der Autobahnauffahrt eine nicht zu hohe Geschwindigkeit wählen, da die Kurven meist eng sind. Versuche dir bereits hier einen Überblick über das Verkehrsaufkommen auf der Autobahn zu verschaffen.



Achtung:

Fahre immer nur rechts rein und rechts raus, um zu vermeiden, Geisterfahrer zu werden!



Meistens haben Autobahneinfahrten einen sogenannten Einfädelungsstreifen, auch Beschleunigungsstreifen genannt. Hier passt du deine Geschwindigkeit dem fließenden Verkehr an, um sicherer Einfahren zu können. Achte dabei auf ausreichend Abstand zu deinem Vordermann und verschaffe dir spätestens jetzt einen Überblick über das aktuelle Verkehrsaufkommen. Suche nach einer ausreichend großen Lücke im Verkehr, indem du durch kurze Blicke in den Innen- und den linken Außenspiegel den Verkehr beobachtest. Blinke dabei nach links und beschleunige kräftig. Nutze die Länge des Beschleunigungsstreifens nach Möglichkeit voll aus, denn dann hast du mehr Zeit, den Verkehr zu beobachten und der nachfolgende Verkehr hat Zeit, auf dich zu reagieren. Du darfst auf dem Beschleunigungsstreifen übrigens schneller fahren als die Fahrzeuge links von dir. Wenn du eine ausreichend große Lücke erkannt hast, kontrollierst du mit einem Schulterblick nach links deinen toten Winkel und wechselst erst dann die Fahrspur.



Wichtig:

Beim Einfahren auf die Autobahn haben die Fahrzeuge, die sich bereits auf der Autobahn befinden, Vorfahrt! Warte nur dann am Ende des Einfädelungsstreifens, wenn du dich wegen zu dichtem Verkehr nicht einfädeln kannst.


 

Was solltest du über Geschwindigkeit auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen wissen?

Auch auf der Autobahn gelten die grundsätzlichen Regelungen zu Geschwindigkeiten und Sicherheitsabständen. Aufgrund des hohen Tempos musst du jedoch besonders konzentriert fahren und den Verkehr um dich herum ständig beobachten. Wichtig ist, dass du längere Blicke in den Spiegel vermeidest. Bei längeren Fahrten mit hoher Geschwindigkeit besteht die Gefahr, dass deine Konzentration abnimmt, du zu dicht auffährst und dein Gefühl für die gefahrene Geschwindigkeit nachlässt. Bei hohem Tempo nimmt auch die Gefahr durch Seitenwind, z. B. beim Ein- und Ausfahren aus dem Windschatten eines Lkw, auf Brücken und bei Geländeeinschnitten, sowie die durch Wasserglätte, massiv zu.

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Bei extremen Wetterlagen, wie z. B. Starkregen, erheblichem Schneefall, Schneeglätte oder Glatteis, musst du deine Geschwindigkeit den Witterungsbedingungen anpassen. Lkw mit einer zulässigen Gesamtmasse von über 7,5 Tonnen (einschließlich Anhänger) sowie Zugmaschinen dürfen den äußerst linken Fahrstreifen dann nicht mehr benutzen. Wer ein Fahrzeug mit kennzeichnungspflichtigen gefährlichen Gütern fährt, muss jegliche Gefährdung anderer ausschließen und daher den nächsten geeigneten Parkplatz aufsuchen.

Auf deutschen Autobahnen gibt es kein generelles Tempolimit. Trotzdem empfiehlt der Gesetzgeber die allgemeine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h auch bei guten Bedingungen nicht zu überschreiten. Die Richtgeschwindigkeit gilt nicht nur auf Autobahnen, sondern auch außerorts auf allen Straßen, die entweder Richtungsfahrbahnen haben, die durch bauliche Einrichtungen getrennt sind oder die mindestens 2 markierte Fahrstreifen pro Richtung haben. Die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h ist jedoch nur für Fahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von bis zu 3,5 Tonnen gültig.


Durch Verkehrszeichen kann auch auf der Autobahn eine zulässige Höchstgeschwindigkeit festgelegt werden. Dadurch wird die empfohlene Richtgeschwindigkeit außer Kraft gesetzt. Darüber hinaus gelten für bestimmte Fahrzeuge gesonderte Geschwindigkeitsbegrenzungen:


  • Für Krafträder mit Anhängern sowie für Zugmaschinen mit zwei Anhängern gilt ein Tempolimit von 60 km/h.
  • Mit Anhänger gilt für Pkw, Lkw, Wohnmobile und Zugmaschinen eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h.
  • Für alle Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von über 3,5 Tonnen gilt ebenfalls eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 80 km/h.
  • Pkw mit Anhänger, die eine entsprechende Plakette haben, sowie Wohnmobile mit einer zulässigen Gesamtmasse zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen und Kraftomnibusse ohne Anhänger, die eine entsprechende Zulassung haben, dürfen bis zu 100 km/h fahren.

Manchmal wird eine Mindestgeschwindigkeit auf der Autobahn vorgeschrieben, wenn es sich um eine Strecke mit starker Steigung handelt. Sie wird für jeden Fahrstreifen einzeln vorgegeben und darf nur bei schlechten Sicht-, Wetter-, Straßen- oder Verkehrsverhältnissen unterschritten werden.


Nachts musst du deine Geschwindigkeit grundsätzlich an die Reichweite deines Abblendlichts anpassen. Auf Autobahnen gilt dies jedoch nicht, wenn...


  1. ...die Schlussleuchten deines Vordermanns klar erkennbar sind und du ausreichend Abstand zu ihm einhältst.

  2. ... durch rückstrahlende Leiteinrichtungen der Verlauf der Fahrbahn klar erkennbar ist und dadurch Hindernisse (zusammen mit fremdem Licht) rechtzeitig zu erkennen sind.

Was musst beim Überholen auf der Autobahn beachtet werden?

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Grundsätzlich gilt: Beim Überholen auf der Autobahn muss jegliche Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen werden. Setze daher rechtzeitig deinen Blinker, um anzukündigen, dass du aus- oder einscheren möchtest. Da dir auf der Autobahn kein Gegenverkehr entgegenkommt, kannst du dich stärker darauf konzentrieren, den rückwärtigen Verkehr zu beobachten. Dabei musst du lernen, Entfernungen und Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen. Denn ein Fahrzeug, das du im Spiegel nur als einen kleinen Punkt wahrnimmst, kann schon wenige Sekunden später nah bei dir sein.


Beim Überholen auf Autobahnen kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Um das zu verhindern ist es wichtig, dass du den nachfolgenden Verkehr genau beobachtest und die Sicherheitsabstände zu keinem Zeitpunkt unterschreitest. Lasse dich, wenn der Überholte plötzlich beschleunigt, nicht herausfordern und halte dich dennoch an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit. Auch auf Autobahnen wird generell links überholt, achte daher darauf, selbst dann nicht rechts an anderen Fahrzeugen vorbeizuziehen, wenn der Fahrer vor dir das tut. Es gibt jedoch Ausnahmen, bei denen du rechts überholen darfst:


  1. Wenn auf den linken Fahrstreifen deiner Richtung eine Fahrzeugschlange steht oder langsam fährt, darf mit geringfügig höherer Geschwindigkeit und äußerster Vorsicht rechts überholt werden.

  2. Wenn Fahrstreifen, die von der durchgehenden Fahrbahn abgehen, durch eine breite Leitlinie markiert sind, darfst du auf diesen Fahrstreifen schneller fahren als links. Für den Ausfädelungsstreifen gilt das nur, wenn der Verkehr auf den durchgehenden Spuren stockt oder steht.

Der äußerst linke Fahrstreifen darf nur zum Überholen genutzt werden. Ordne dich daher nach dem Überholen direkt wieder rechts rein. Trotzdem solltest du dich nicht stressen lassen, sollte dein Hintermann einmal dicht auffahren bzw. durch Lichthupe drängeln. Bleibe trotzdem cool und mache, sobald es geht, Platz, damit dein Hintermann passieren kann. Lasse dich nicht dazu verleiten, aggressiv zu reagieren. Dadurch bringst du dich nur selbst in Gefahr. Du solltest beim Überholen nicht nur auf deinen Hintermann, sondern auch auf deinen Vordermann achten. Rechne damit, dass Pkw, die vor dir fahren auch ausscheren wollen, um z. B. einen Lkw zu überholen.

Wie verhältst du dich richtig, wenn auf der Autobahn ein Stau entsteht?

Ob Autobahn oder nicht, wenn du dich außerorts auf einer Straße befindest, auf der mindestens 2 Fahrstreifen pro Richtung vorhanden sind, musst du, gemeinsam mit den Anderen, eine Rettungsgasse bilden, sobald der Verkehr nur noch mit Schrittgeschwindigkeit fährt oder ganz steht. Als Rettungsgasse bezeichnet man eine freie Gasse zwischen dem äußerst linken Fahrstreifen und dem unmittelbar rechts daneben liegenden. Eine solche Rettungsgasse dient dazu, dass Polizei und Hilfsfahrzeuge (z. B. Feuerwehr oder Rettungsdienst) möglichst schnell vorwärts kommen.

In diesem kurzen Video erklären wir dir einen Trick, der dir beim bilden einer Rettungsgasse hilft:



Um nachfolgende Fahrer zu warnen, schaltest du dein Warnblinklicht ein, wenn du auf ein Stauende auffährst oder sich plötzlich ein Stau bildet. Denke daran, auch im Stau den nötigen Sicherheitsabstand einzuhalten. Bei totalem Stillstand solltest du deinen Motor ausschalten, aus Sicherheitsgründen aber trotzdem im Auto sitzen bleiben.



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Diese Schilder helfen dir dabei, einen Stau zu umfahren. Wenn du den blauen Bedarfsumleitungszeichen folgst, verlässt du die Autobahn und wirst später wieder auf die Strecke zurückgeleitet. Die orangefarbenen Umlenkungspfeile führen dich über weniger stark befahrene Autobahnstrecken. Folge den Umleitungsschildern auch wenn die Autobahn gesperrt ist.

Was tun bei einer Panne auf der Autobahn?

Solltest du eine Panne oder einen sonstigen Notfall haben, bringst du dein Fahrzeug sofort auf dem Seitenstreifen oder in einer Haltebucht zum Stehen. Schalte dein Warnblinklicht ein und stelle dein Warndreieck gut sichtbar, in mindestens 100 Metern Entfernung zum Auto, auf. Ziehe, wenn möglich, schon bevor du dein Auto verlässt, eine Warnweste an, um für andere Fahrer gut sichtbar zu sein.

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Sobald du dein Fahrzeug abgesichert hast, solltest du Hilfe rufen. Wenn du ein Telefon dabei hast, kannst du es natürlich benutzen, um Hilfe anzufordern. Du solltest deine Position möglichst genau angeben. Zu diesem Zweck kannst du dich an den alle 500 Meter aufgestellten Kilometerschildern orientieren. Du kannst auch die am Rand der Autobahn angebrachten Streckentelefone nutzen. Sie sind in Abständen von ca. 2 Kilometern aufgestellt. Kleine Pfeile auf den Leitpfosten weisen dir den Weg zum nächsten Streckentelefon. Hebe die Klappe des Telefons an und drücke den Knopf. Du wirst automatisch mit der Notrufzentrale verbunden. Melde, was passiert ist und gib bei einem Unfall auch (soweit es dir bekannt ist) die Anzahl der Verletzten, sowie die Art und Schwere der Verletzungen an.

Wann dürfen die Seitenstreifen auf der Autobahn als Fahrstreifen benutzt werden?

Im Regelfall darf der Seitenstreifen einer Autobahn nicht als Fahrstreifen benutzt werden. Um stark befahrene Streckenabschnitte zu entlasten, kann der Seitenstreifen zeitweise zum Befahren freigegeben werden. Durch entsprechende Verkehrszeichen wird angegeben, ob der Seitenstreifen gerade befahren werden darf, geräumt werden muss oder gesperrt ist. Wenn sich ein Geisterfahrer auf deinem Streckenabschnitt befindet, darfst du den Seitenstreifen ebenfalls nutzen. Fahre in diesem Fall möglichst weit rechts und überhole nicht!

Was musst du bei Baustellen auf der Autobahn beachten?

Damit du genügend Zeit hast, deine Geschwindigkeit zu reduzieren, Überholvorgänge abzuschließen und dich bei Bedarf auf dem meist breiteren, rechten Fahrstreifen einzuordnen, werden Baustellen auf Autobahnen meist schon 2000 Meter im Voraus angekündigt. Im Bereich der Baustelle sind häufig gelbe Fahrbahnmarkierungen vorhanden. Diese setzen die weißen Markierungen außer Kraft. Die linke Fahrbahnmarkierung, die deine Fahrbahn von der des Gegenverkehrs abtrennt, darfst du nicht überfahren.


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Auf Autobahnen gibt es häufig auch Wanderbaustellen. Diese werden durch fahrbare Absperrtafeln angekündigt. Rotes Licht bedeutet, dass die gesamte Fahrbahn gesperrt ist, gelbes (Blink-)Licht schreibt dir vor, auf welchen Fahrstreifen du wechseln musst. Wenn wegen der Baustelle ein Fahrstreifen endet, wendest du das Reißverschlussverfahren an.

Was musst du über Park- und Rastplätze auf Autobahnen wissen?

Da auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen weder gehalten noch geparkt werden darf und du auch nur bei einem Notfall auf dem Seitenstreifen stehen bleiben darfst, musst du, wenn du eine Pause machen möchtest, einen Park- oder Rastplatz anfahren. Diese werden durch Hinweisschilder frühzeitig angekündigt. Wenn du auf einen Parkplatz fahren willst, ordnest du dich rechtzeitig rechts ein und blinkst nach rechts. Sobald du dich auf dem Ausfädelungsstreifen befindest, bremst du ab. Fahre auf dem Parkplatz so weit vor, dass du die Einfahrt nicht mit deinem Fahrzeug versperrst.


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Wenn du auf einen Rasthof einfährst, findest du auf den Schildern an der Einfahrt der Raststätte Informationen über den Weg zur Tankstelle, verschiedenen Parkplätzen, zum Restaurant oder WC. Fahre auf Park- und Rastplätzen besonders vorsichtig, denn hier sind häufig unachtsame Fußgänger unterwegs. Beim Ausfahren aus der Raststätte musst du besonders aufmerksam auf die Beschilderung achten, um nicht versehentlich zum Geisterfahrer zu werden. Nutze beim Verlassen des Parkplatzes den Einfädelungsstreifen wie bei der Einfahrt auf die Autobahn und denke daran, dass der fließende Verkehr Vorfahrt hat.

Das Ausfahren aus der Autobahn

Autobahnen darfst du nur an gekennzeichneten Ausfahrten verlassen. Diese werden frühzeitig durch entsprechende Schilder angekündigt. 300 Meter, 200 Meter und 100 Meter vor dem Beginn des Ausfädelungsstreifens steht jeweis eine blaue Bake. Ordne dich rechtzeitig rechts ein und beginne zwischen der 300- und der 200-Meter-Bake nach rechts zu blinken. Erst wenn du dich auf dem Ausfädelungsstreifen befindest (auch Verzögerungsstreifen genannt), verringerst du deine Geschwindigkeit. Mache vorsichtshalber einen Schulterblick, bevor du auf den Ausfädelungsstreifen fährst. Es könnte sich jemand über den Seitenstreifen “durchschlängeln” wollen.

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Ausfädelungsstreifen


Der Kurvenradius von Ausfahrten ist häufig recht gering. Achte daher darauf, rechtzeitig deine Geschwindigkeit zu verringern. Rechne bei hohem Verkehrsaufkommen damit, dass der Verkehr auf der Ausfahrt stockt. Denke daran, dass du, wenn du die Autobahn verlässt, nicht mehr vorfahrtberechtigt bist und du wieder Gegenverkehr bekommst. Da du auf der Autobahn meist über einen längeren Zeitraum mit hoher Geschwindigkeit fährst, unterschätzt du deine Geschwindigkeit nach dem Verlassen der Autobahn leicht. Daher solltest du vermehrt Kontrollblicke auf den Tacho werfen. Fahre jetzt besonders vorsichtig. Du musst dich erst wieder daran gewöhnen, dass die Straßen schlechter ausgebaut und weniger geradlinig sind.

Was tun, wenn du deine Ausfahrt verpasst hast?

Vermutlich passiert es jedem Autofahrer mal, dass er auf der Autobahn die richtige Ausfahrt verpasst. Wenn dir das passiert, darfst du aber auf keinen Fall wenden oder rückwärtsfahren. Das ist nicht nur verboten, sondern auch lebensgefährlich! Fahre weiter bis zur nächsten Ausfahrt. Dort verlässt du die Autobahn und fährst auf der anderen Seite wieder zurück. Auch wenn der Ausfädelungsstreifen deiner Ausfahrt durch Rückstau komplett belegt ist, musst du bis zur nächsten Ausfahrt weiterfahren. Du darfst dich nicht auf den Standstreifen stellen oder gar auf der Fahrbahn warten.


Gut zu wissen:

Kraftfahrstraßen kannst du, im Gegensatz zu Autobahnen, auch an Kreuzungen oder Einmündungen befahren bzw. verlassen. Aber pass gut auf, hier dürfen Fußgänger die Straße überqueren!


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