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Ahndung von Fehlverhalten

Mit diesen Konsequenzen musst du bei Verstößen gegen die StVO rechnen

Inhaltsverzeichnis

Um unsere Straßen möglichst sicher zu machen, muss Fehlverhalten im Straßenverkehr natürlich geahndet werden. Aber welcher Verstoß zieht eigentlich welche Folgen nach sich? Und wann bekommt man Punkte in Flensburg? Lerne auch mehr über die Gefährdung bestimmter Altersgruppen im Straßenverkehr und darüber, inwiefern sich junge Fahrer von älteren und mittelalten Fahrern unterscheiden.

Was ist eine Verwarnung?

Bei geringen Ordnungswidrigkeiten wird eine Verwarnung ausgesprochen. Im Rahmen dessen wirst du entweder mündlich oder schriftlich über deinen Regelverstoß informiert. Wenn du mit der Verwarnung einverstanden bist, brauchst du lediglich das angesetzte Verwarnungsgeld in Höhe von 5 € bis 55 € zu zahlen und hast dann bezüglich dieses Verstoßes nichts weiter zu befürchten. Zahlst du nicht, geht die Verwarnung in einen Bußgeldbescheid über.

Beispiele:

  • Verwarngeld Höchstparkdauer:
    Du überschreitest die zulässige Höchstparkdauer um wenige Minuten – du bekommst vermutlich eine mündliche Verwarnung.
  • Verwarngeld Sicherheitsgurt:
    Du fährst, ohne den Sicherheitsgurt angelegt zu haben – du musst ein Verwarngeld in Höhe von 30 € zahlen.

Bußgelder Wann musst du ein Bußgeld zahlen?

Bei bedeutenderen Ordnungswidrigkeiten, wird ein Bußgeld (Beträge ab 60 €) erhoben. Die genaue Höhe des Bußgelds, ist im Verwarnungs- und Bußgeldkatalog festgehalten.

Beispiele:

  • Bußgeld Geschwindigkeit:
    Du überschreitest die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 20 km/h – du musst ein Bußgeld von mindestens 80 € zahlen und erhältst mindestens einen Punkt im Fahreignungsregister.
  • Bußgeld rote Ampel:
    Du fährst trotz einer roten Ampel, die schon länger als eine Sekunde rot ist, in eine Kreuzung ein – du musst ein Bußgeld von 90 € zahlen und bekommst einen Punkt im Fahreignungsregister eingetragen.

Entzug der Fahrerlaubnis Was ist der Unterschied zwischen einem Fahrverbot und einem Entzug der Fahrerlaubnis?

Sowohl bei einem Fahrverbot als auch bei einem Entzug der Fahrerlaubnis ist dir jegliches Führen eines Kraftfahrzeugs untersagt. Ein Fahrverbot wird für mindestens einen Monat und maximal 3 Monateausgesprochen. Währenddessen ruht deine Fahrerlaubnis und du musst deinen Führerschein für diesen Zeitraum abgeben. Ein Fahrverbot wird von den Bußgeldbehörden verhängt, wenn entweder der Bußgeldkatalog ein Fahrverbot vorschreibt oder wenn jemand kontinuierlich gegen Verkehrsvorschriften verstößt. Ein Entzug der Fahrerlaubnis hingegen gilt für mindestens 6 Monate.

Er wird von einem Gericht ausgesprochen, wenn eine Nichteignung zum Führen von Kraftfahrzeugen feststeht. Dabei steht nicht die Strafe, sondern der Schutz der Allgemeinheit im Vordergrund. Die Fahrerlaubnis muss rechtzeitig neu beantragt werden. Es kann festgelegt werden, dass die theoretische und praktische Prüfung erneut abgelegt werden müssen. Das Gericht kann bei Strafsachen, für die ein Entzug der Fahrerlaubnis droht, stattdessen auch ein Fahrverbot aussprechen.

Wichtig

Wenn du während deiner Führerscheinausbildung dabei erwischt wirst, wie du ohne entsprechende Fahrerlaubnis ein Kraftfahrzeug führst, muss an deiner charakterlichen Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs gezweifelt werden. Deine Fahrerlaubnis kann dir aufgrund dessen versagt werden.

Fahreignung Wie kann die Fahreignung festgestellt werden?

Es können verschiedene Maßnahmen zur Feststellung deiner Fahreignung angeordnet werden. Die bekannteste ist die sogenannte MPU (kurz für: Medizinisch-Psychologische Untersuchung). Sie kann von der zuständigen Verwaltungsbehörde verlangt werden, um deine Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen festzustellen. Wenn vorrangig eine Beeinträchtigung durch körperliche Mängel ausgeschlossen werden soll, kann von den Behörden auch eine “Begutachtung der Fahreignung eines Verkehrsteilnehmers” angeordnet werden. 

Abgesehen von diesen Überprüfungen, gibt es noch die verkehrspsychologische Beratung. Diese wird von einem speziell geschulten Verkehrspsychologen durchgeführt. Durch ein Einzelgespräch sollen Mängel in der Einstellung zum Straßenverkehr nicht nur erkannt werden, sondern es werden auch Strategien entwickelt, um diese zu beseitigen.

Fahreignungsregister Wie funktioniert das Fahreignungsregister?

Das Fahreignungsregister dient dazu, schwere Ordnungswidrigkeiten und Straftaten im Straßenverkehr zu vermerken. Dabei wird nach einem Punktesystem vorgegangen: Für Fehlverhalten im Straßenverkehr handeln sich Inhaber des Führerscheins Punkte ein, die im Verkehrszentralregister eingetragen werden. Je nach Schwere des Verstoßes drohen 1, 2 oder 3 Punkte in Flensburg. 

Vielen Fahrern stellt sich die Frage: Wieviele Punkte darf man in Flensburg haben? Bei 1 bis 3 Punkten in Flensburg, gilt man lediglich als vorgemerkt. Wer 4 oder 5 Punkte hat, bekommt eine schriftliche Ermahnung von den Behörden. 6 oder 7 Punkte ziehen eine Verwarnung nach sich und bei 8 Punkten wird der Führerschein dann endgültig entzogen.

1 Punkt

Einen Punkt bekommt man für schwere Ordnungswidrigkeiten. Das können z. B. eine massive Geschwindigkeitsübertretung, Parkverstöße oder falsche Bereifung sein. Die Tilgungsfrist dieser Punkte beträgt mindestens 2,5 Jahre. 

2 Punkte

Für Straftaten mit Fahrverbot sowie für besonders schwerwiegende Ordnungswidrigkeiten, bekommt man 2 Punkte im Fahreignungsregister. Solche Ordnungswidrigkeiten sind z. B. das Überfahren einer roten Ampel, wenn diese länger als eine Sekunde rot zeigt, das Wenden bzw. Rückwärtsfahren auf der Autobahn oder eine Alkoholfahrt mit 0,5 ‰ Blutalkoholkonzentration. Bei derartigen Vergehen beträgt die Tilgungsfrist der Punkte 5 Jahre.

3 Punkte

Bei Straftaten, die einen Entzug der Fahrerlaubnis bzw. eine sogenannte “isolierte Sperre” zur Folge haben, werden 3 Punkte im Fahrerlaubnisregister vermerkt. Beispiele für solche Straftaten sind z. B. unterlassene Hilfeleistung, Fahrerflucht oder fahrlässige Tötung bzw. Körperverletzung. Hier beträgt die Tilgungsfrist der Punkte 10 Jahre.

Gut zu wissen!

Im Zuge einer Ermahnung oder Verwarnung, weisen die Behörden gleichzeitig darauf hin, dass du freiwillig eine Führerschein-Nachschulung machen kannst – ein sogenanntes Fahreignungsseminar. Die Teilnahme ist nicht verpflichtend. Jedoch kann, bei einem Punktestand von maximal 5 Punkten, 1 Punkt abgebaut werden. Dies ist jedoch nur einmal in 5 Jahren möglich.