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Emotionen im Straßenverkehr: So schnell bringst du dich und andere in Gefahr!

Warum sind Emotionen im Straßenverkehr so gefährlich?

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Inhaltsverzeichnis

Wenn du emotional aufgeladen bist, lässt deine Aufmerksamkeit und Konzentration für den Straßenverkehr nach. Daher stellen Emotionen im Straßenverkehr eine Gefährdung deiner Sicherheit dar, und du solltest lernen, sie zu kontrollieren. Aber nicht nur durch deine Gefühle kannst du dich selbst und andere im Straßenverkehr gefährden. Auch körperliche Faktoren, wie dein Sehvermögen oder Krankheiten, spielen eine wichtige Rolle. Deine Aufmerksamkeit und Konzentration kann auch durch den Konsum von Alkohol, Drogen oder Medikamenten stark beeinträchtigt werden.

Wie wird unser Fahrverhalten durch Emotionen im Straßenverkehr beeinflusst?

Im Straßenverkehr passieren schnell Fehler, die negative Emotionen auslösen können. Vielleicht nervt es dich, dass der Fahrer vor dir so langsam fährt, oder du bist gestresst, weil hinter dir jemand drängelt. Emotionen, sowohl negative als auch positive, beeinflussen dein Fahrverhalten, denn deine Aufmerksamkeit und Konzentration lässt dadurch nach. Um deine Sicherheit und die der anderen nicht zu gefährden, ist es daher wichtig, gegen starke Emotionen anzugehen. Vor allem Stress, Ärger und Zeitdruck führen schnell zu einer riskanten Fahrweise. Nichts davon ist jedoch eine Entschuldigung für die Missachtung von Verkehrsvorschriften. Fahre nicht schneller als erlaubt, halte immer ausreichend Abstand und überquere eine Ampelkreuzung nur, wenn das Lichtsignal “Grün” zeigt.

Auch durch die Personen, die sich in deinem Auto befinden, können bei dir Emotionen ausgelöst werden. Vermeide es, im Auto lebhaft zu diskutieren, und trage Streit nicht während der Fahrt aus. Lasse dich auch durch eventuelle Erwartungen deiner Beifahrer an deinen Fahrstil nicht verunsichern, und halte dich trotzdem an alle Verkehrsregeln.

Wenn du dich bereits in einer emotional aufgeheizten Stimmung befindest, solltest du dich gar nicht erst ans Steuer setzen.

Auch wenn du es vielleicht nicht bewusst wahrnimmst, überträgst du Emotionen wie Wut, Frust oder Trauer auf den Straßenverkehr. Aber auch positive Gefühle wie Glück, Freude oder Spaß können ein Risiko darstellen. Wenn sie übermächtig werden, lässt deine Aufmerksamkeit automatisch nach.

 

Wie kontrollierst du deine Emotionen im Straßenverkehr?

Um ein “guter Autofahrer” zu werden, musst du lernen, deine Emotionen im Straßenverkehr zu kontrollieren und Frustration zu tolerieren. Vor allem Rücksichtnahme, Gelassenheit und partnerschaftliches Verhalten zeichnen einen guten Fahrer aus.

Daher ist es wichtig, dass du nicht nur dein Fahrzeug und die Verkehrsregeln, sondern auch deine Gefühle beherrschst. Natürlich ist es nicht immer einfach, seine Emotionen unter Kontrolle zu haben, trotzdem kann man es lernen.

Zunächst einmal ist es wichtig, dass du mit einer gelassenen Grundeinstellung fährst. Rege dich nicht über Kleinigkeiten auf. Darüber hinaus solltest du versuchen, dich in andere Fahrer hineinzuversetzen und sie zu verstehen. Vieles, worüber du dich aufregen könntest, passiert vielleicht nicht mit Absicht. Denke daran: Jeder macht Fehler!

Da du weißt, dass Emotionen für dich und andere zu einem gefährlichen Risiko werde können, ist es besser, wenn du versuchst, gelassen zu bleiben und das Fehlverhalten andere zu tolerieren und nicht als persönlichen Angriff zu werten. Wenn du merkst, dass du den rationalen Bereich verlässt und dich von deinen Emotionen leiten lässt, solltest du aktiv versuchen, gegenzusteuern. Versuche es mit einem bewussten Gedankenstopp oder denke stattdessen an etwas Positives bzw. Angenehmes wie z. B. ein Hobby oder deinen letzten Urlaub. Letztendlich musst du selber herausfinden, auf welchem Weg du deine Emotionen im Straßenverkehr am besten kontrollieren kannst. Ein allgemeingültiges Rezept dafür gibt es leider nicht.

Realistisches Fahrerselbstbild Über- und Unterschätzung

Um ein guter Autofahrer zu sein, ist es besonders wichtig, sich selbst und seine Fähigkeiten richtig einzuschätzen. Wer sein Können falsch einschätzt, wird in der Regel unkonzentriert und neigt eher dazu, Fehler zu machen.

Unterschätzt du dich selbst, wirst du vermutlich sehr unsicher sein. Das führt dazu, dass du deinem Können nicht vertraust und dadurch schnell ängstlich oder schreckhaft wirst. Wer sich überschätzt, neigt hingegen eher dazu, die Dinge auf die leichte Schulter zu nehmen und risikofreudiger zu sein. Beides führt zu weniger Sicherheit für dich selbst und andere im Straßenverkehr. Lerne daher unbedingt, dein Können richtig einzuschätzen. Bist du davon überzeugt, ein guter Autofahrer zu sein, ist das super.

Trotzdem solltest du immer bewusst und konzentriert bleiben und nicht leichtsinnig werden. Hast du andersrum eher das Gefühl, nicht gut genug Auto fahren zu können, versuche mehr in dein Können zu vertrauen! Meist kommt die Sicherheit von ganz allein mit der steigenden Fahrerfahrung. Oft hilft es auch, einen erfahrenen, vertrauten Beifahrer neben dir zu haben, der dir Sicherheit und Tipps geben sowie auf mögliche Fragen antworten kann.
Und solltest du dennoch sehr unsicher bleiben, nimm doch einfach noch mal ein paar Übungsstunden im Rahmen eines Auffrischungskurses oder mache ein Fahrsicherheitstraining. Dabei kannst du dein Können weiter ausbauen und außerdem lernen, dir selbst und deinen Fähigkeiten mehr zu vertrauen.

Fahrerrollen und Rollenverhalten

Es gibt ganz viele verschiedene Rollen, die man den meisten Autofahrern im Straßenverkehr zuordnen kann. So z. B. den allseits bekannten Sonntagsfahrer, aber auch einige weitere:

  • der Sportliche
  • der Oberlehrer
  • der Vernünftige
  • der Draufgänger
  • der Gestresste
  • der Ängstliche
  • der Coole

Vielleicht weißt du selbst bereits, zu welcher dieser Gruppen du gehörst. Fast noch wichtiger ist es allerdings, andere Verkehrsteilnehmer ihren jeweiligen Rollen zuordnen zu können.

Denn je nach Fahrerrolle neigt man natürlich zu unterschiedlichem Verhalten und dadurch auch zu verschiedenen Fehlern im Straßenverkehr. Wenn du dein Gegenüber einschätzen kannst, wird es dir leichter fallen, mögliche Fehlverhalten frühzeitig einzukalkulieren und diese zu berücksichtigen und richtig darauf zu reagieren. Fährt jemand z. B. sehr langsam und zögerlich, kannst du davon ausgehen, dass er ängstlich ist. Dann musst du eventuell damit rechnen, dass er unerwartet bremst oder vielleicht sehr lange wartet, bevor er abbiegt oder sich einordnet. Die sogenannten “Draufgänger” fahren dagegen tendenziell eher mit überhöhter Geschwindigkeit, überblicken den Verkehr eventuell nicht aufmerksam genug oder drängeln. Bei solchen Fahrern solltest du besonders aufmerksam sein und gegebenenfalls auf dein eigenes Recht verzichten, um eine gefährliche Situation zu vermeiden.

Wichtig:

Natürlich ist nicht jeder Autofahrer einer dieser Rollen zuzuordnen. Es ist nur als Richtlinie zu verstehen, um das Verhalten anderer besser einschätzen zu können.

Wie sollte der ideale Autofahrer sein?

Wie du fährst, hängt nicht nur von deinen Fähigkeiten, sondern auch von deinem Charakter bzw. deinem Selbstbild ab. Lass dich von anderen nicht verunsichern, und fahre nicht riskanter, weil du glaubst, dadurch besser dazustehen. Der ideale Autofahrer sollte sich partnerschaftlich, defensiv, gelassen und umweltfreundlich verhalten.

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