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Bundesstraßen und Landstraßen – Das gilt es zu wissen

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Inhaltsverzeichnis

Ein sehr großer Teil des Straßennetzes in Deutschland besteht aus Bundes- bzw. Landstraßen. Dort gelten selbstverständlich andere Regeln als innerorts oder auf der Autobahn, die du kennen und sicher beherrschen musst. Nicht ohne Grund sind 5 der 12 Sonderfahrstunden in der Fahrschule Überlandfahrten. Dabei lernst du natürlich am besten, welche Regeln auf Bundes- und Landstraßen zu befolgen sind und wie du dich richtig verhältst. Um vorher schon bestens informiert zu sein, erfährst du hier alles, was du über das Fahren auf Bundesstraßen wissen musst. Außerdem erklären wir, welche Besonderheiten und Gefahren Alleen mit sich bringen.

Bundesstraßen und Landstraßen Definition, Unterschiede und geltende Verkehrsregeln

Was du über Bundesstraßen wissen musst

Bundesstraßen werden im Straßenverkehr mit kleinen gelben Tafeln markiert, mit schwarzer Umrandung sowie ihrer Nummer in schwarzer Schrift. Ihre Kurzbezeichnung besteht aus dem Großbuchstaben “B” und dahinter der entsprechenden Nummer. Ein Beispiel hierfür ist die B 35.

Auf den meisten Bundesstraßen gilt ebenfalls eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Allerdings können Bundesstraßen ganz unterschiedlich aufgebaut sein und teilweise auch 2, 3, 4 oder sogar 6 Fahrstreifen pro Richtung haben. Bundesstreifen mit 3 oder mehr Fahrstreifen gelten dann als “autobahnähnlich” und werden in der Regel gesondert als Kraftfahrstraßen bezeichnet und beschildert. Auf ihnen gibt es – ebenso wie auf der Autobahn – keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Dort solltest du dich an der Richtgeschwindigkeit von 130 km/h orientieren.

Das gilt es über Landstraßen zu wissen

Die Landstraße stellt eine Verbindung zwischen einzelnen Ortschaften her und wird häufig mit Strecken an Feldern oder Wäldern verbunden. Dabei zählen ganz unterschiedliche Straßenarten zu den Landstraßen. Grundsätzlich gilt: Landstraßen – oft auch Außerortsstraßen genannt – sind Straßen außerhalb der Stadt bzw. geschlossener Ortschaften. Sie sind den Bundesstraßen untergeordnet, werden aber höherrangig als die Kreisstraßen eingestuft. Die offizielle Kurzbezeichnung besteht aus dem Großbuchstaben “L” in Kombination mit einer fortlaufenden Nummer. So z. B. die L 262. Sofern keine Verkehrsschilder etwas anderes vorgeben, gilt hier die Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h.

Gut zu wissen!

Da früher viele Lkw-Fahrer auf Bundesstraßen ausgewichen sind, um die Autobahn-Maut zu umgehen, gilt die Maut seit dem 01. Juli 2018 nun auch auf allen Bundesstraßen. Sie betrifft alle gewerblichen Lkw ab einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 t und richtet sich nach der Schadstoffklasse.

Welche Besonderheiten ergeben sich beim Befahren von Alleen?

Foto: Landstraße Allee

Eine Allee kann eine Bundes- oder Landstraße sein. Sie ist dadurch definiert, dass sie von beiden Seiten von Bäumen umgeben ist, die in gleichmäßigen Abständen zueinander stehen. Durch die vielen Bäume entstehen für Autofahrer einige Besonderheiten und teilweise auch Risiken, da die Gefahrenwahrnehmung eingeschränkt werden kann. Es entsteht z. B. ein ständiger Lichtwechsel von hell zu dunkel. Das ist für die Augen sehr anstrengend und die Sicht wird stark eingeschränkt, weil die Augen die Lichtverhältnisse nicht so schnell ausgleichen können. Durch die schlechten Sichtbedingungen können Fahrradfahrer, Fußgänger oder Wild schlechter gesehen werden. Eine zusätzliche Gefahr von Alleen ist außerdem, dass die Fahrbahn nach Regen noch lange feucht bleibt, da sich Regentropfen in den Bäumen verfangen und später noch auf die Straße fallen. Herabfallendes Laub löst zusätzliche Rutschgefahr aus. Durch Stürme können außerdem einzelne Bäume zum Umstürzen gebracht werden, was nicht nur sehr gefährlich ist, sondern auch die Fahrbahn für längere Zeit blockiert.

Um auch in Alleen sicher unterwegs zu sein, solltest du diese 10 Tipps unbedingt berücksichtigen:

  1. Fahre nicht schneller als 80 km/h.
  2. In Kurven solltest du nicht schneller als 60 km/h fahren.
  3. Setze nicht zu Überholmanövern an.
  4. Verlasse mit den Rädern nicht den Asphalt, fahre also nicht über den Fahrbahnrand
  5. Mache auf Pflasterstraßen keine riskanten Bremsmanöver, sondern bremse wenn möglich früh genug und langsam ab
  6. Fahre bei Nässe oder Kälte sowie bei Laub auf der Straße besonders langsam – es besteht erhöhte Rutschgefahr.
  7. Parke nicht auf der Fahrbahn, sondern nur auf Feldwegen.
  8. Schalte immer das Abblendlicht ein, um besser zu sehen und gesehen zu werden.
  9. Achte besonders in der Morgen- und Abenddämmerung verstärkt auf Tiere, die zwischen den Bäumen auf die Straße laufen könnten.
  10.  Auch nachts und bei freier Fahrbahn solltest du auf keinen Fall zu schnell fahren.