ROLLERFÜHRERSCHEIN

Mit dem Rollerführerschein
steigt man leicht in die Motorrad-Welt ein

Das solltest du unbedingt wissen:

 


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Das Mindestalter für diese Führerscheinklasse ist 16 Jahre.

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Der Führerschein kostet in der Regel unter 1000 €.

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Auch eine theoretische Prüfung muss abgelegt werden.

 

 

Fast jeder Jugendliche, der sich für Motorräder interessiert, wird seinem 16. Geburtstag entgegenfiebern – denn ab diesem Zeitpunkt darf er den Rollerführerschein (behördlich auch Klasse AM genannt) erwerben. Wer es nicht abwarten kann, darf auch schon ein halbes Jahr vor dem entsprechenden Geburtstagsdatum mit dem Fahrunterricht beginnen. Dazu ist allerdings das Einverständnis mindestens eines Erziehungsberechtigten erforderlich. Einen Monat vor dem 16. Geburtstag kann dann die praktische Prüfung für den Rollerführerschein abgelegt werden.

Für einen Rollerführerschein sind mindestens 14 Unterrichtseinheiten von 90 Minuten Dauer zwingend erforderlich. Davon werden 12 Stunden genutzt, um die Grundlagen des Rollerführerscheins zu vermitteln, während sich die restlichen 2 Stunden mit grundlegender Motorradtheorie befassen. Wer im Anschluss den praktischen Teil des Scheins angeht, ist oft überrascht: Lediglich eine halbe Stunde Fahrpraxis wird für den Führerschein der Klasse AM benötigt. Im Einzelfall obliegt es dem Fahrlehrer, zu entscheiden, ob weitere Fahrpraxis vonnöten ist. Der Führerschein für den Roller umfasst keine Sonderfahrten wie z. B. Überlandfahrten oder Nachtfahrten.

Bereits mit 16 Jahren den Führerschein der Klasse AM zu machen, ist eine gute Idee, denn angehende Motorradfahrer lernen auf diese Weise schon früh, wie man zweirädrige Kraftfahrzeuge kontrolliert. Vor allem der verbessere Gleichgewichtssinn und ein gesteigertes Gefühl für Feinmotorik lassen die Prüfungen für spätere Motorradführerscheine deutlich leichter von der Hand gehen. Egal ob es beim Rollerführerschein bleiben soll oder später ein Schein der Klassen A1, A2 oder A nachgeholt wird – mit dem AM-Führerschein wird der Fahrer gut auf den Straßenverkehr vorbereitet.

 

Übrigens: Wer die alte Führerscheinklasse S besitzt, darf seinen Motorroller natürlich auch weiterhin im Straßenverkehr führen.

Was man mit dem Rollerführerschein fahren darf und was nicht

 

Wer den Rollerführerschein macht, möchte natürlich so schnell wie möglich auf die Straße und seinen Motorroller ausführen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Maschine einen maximalen Hubraum von 50 ccm und eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h nicht überschreiten darf. Auch die Nennleistung wird im Rollerführerschein mit einem Maximum von 4 kW angegeben. Das Gleiche gilt im Übrigen für kleine Trikes und Quads, welche ebenfalls mit einem Führerschein der Klasse AM geführt werden dürfen. Quads dürfen zudem nur eine Leermasse von 350 kg oder weniger aufweisen.

Die Kosten für einen Rollerführerschein sind im Vergleich zu einem Pkw-Führerschein übersichtlich. Je nach Fahrschule und persönlicher Befähigung ist ein Preis von 500 € bis 800 € nicht ungewöhnlich. Wer aufpasst und z. B. fleißig auf dem Verkehrsübungsplatz seine Runden dreht, kann die Kosten für den Rollerführerschein deutlich verringern.

Übrigens Auf einem Verkehrsübungsplatz gilt das Regelwerk des Platzbetreibers. Nur wenn dieser angibt, dass dort auch 15-Jährige mit ihrem Roller willkommen sind, dürfen Jugendliche dort für ihren Rollerführerschein üben – die Gründe dafür sind im Großteil aller Fälle versicherungstechnisch. Im Zweifelsfall lohnt es sich immer, einmal freundlich nachzufragen.