Führerschein Probezeit: Hier erfährst du alles wichtige

Probezeit beim Führerschein

Führerscheinanfänger sind besonders häufig in Unfälle verwickelt. So ist das Risiko in der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen an einem tödlichen Unfall zu verunglücken fast 4 Mal so hoch, wie bei allen anderen Altersgruppen. Aus diesem Grund hat sich der Gesetzgeber für Führerschein-Neulinge die Probezeit ausgedacht. Jeder, der den Führerschein erstmalig erworben hat, befindet sich die ersten 2 Jahre lang in der Probezeit. Nach Ablauf dieser Zeit ist die Fahrerlaubnis unbegrenzt gültig (die Fahrerlaubnis für einige Führerscheinklassen muss allerdings nach einer gewissen Zeit erneuert werden).

Verkehrsverstöße in der Probezeit

Bei Verkehrsverstößen während der Probezeit hängen die damit verbundenen Konsequenzen von der Frage ab, wie schwer das Vergehen ist bzw. um was für ein Vergehen es sich handelt. Es gibt dabei drei verschiedene Arten von Verstößen. Die erste Art sind Verwarngelder (z.B. Bußgeld für falsches Parken) und ziehen keine weiteren Maßnahmen in Bezug auf die Probezeit nach sich. Die anderen beiden Arten sind schwere Verkehrsverstöße (Kategorie A) und weniger schwere Verkehrsverstöße (Kategorie B). Bei einem Verstoß der Kategorie A oder zwei Verstößen der Kategorie B verlängert sich die Probezeit auf 4 Jahre, und es muss ein Aufbauseminar besucht werden. Wenn das Aufbauseminar nicht besucht wird, wird die Fahrerlaubnis entzogen. Abhängig von der Härte des Vergehens kann auch die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung angeordnet werden.

Zu den Verkehrsverstoßen der Klasse B zählen:

  • Missachten eines Stopp-Schildes,
  • Behinderung anderer Fahrzeuge verursacht durch eine nicht witterungsgemäße Anpassung des Fahrzeuges (z.B. keine Winterreifen),
  • Absicherung eines liegen gebliebenen Fahrzeuges versäumt,
  • Telefonieren am Steuer,
  • Fahren ohne Licht bei erheblicher Sichtbehinderung (z.B. Nebel)

Zu den Verkehrsverstoßen der Klasse A zählen:

  • Trunkenheit im Verkehr
  • Unfallflucht
  • fahrlässige Tötung oder Körperverletzung
  • Nötigung
  • Überholen im Überholverbot
  • Vorfahrt missachten
  • Fahren mit einem nicht versicherten Fahrzeug
  • Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um mehr als 20 km/h
  • Vorfahrt Missachten oder Missachten einer roten Ampel