PRAKTISCHE FÜHRERSCHEINPRÜFUNG

Warum die praktische Prüfung
nur halb so schlimm ist, wie man oft annimmt

Das solltest du unbedingt wissen:

 


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Die Prüfung dauert ca. 45 Minuten.

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Vor der praktischen Prüfung muss erst die Theorieprüfung bestanden werden.

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Das Üben auf einem Verkehrsübungsplatz kann bei der Vorbereitung helfen

 

 

Ob es sich um einen jungen Fahranfänger oder einen Späteinsteiger handelt, der Erhalt des Führerscheins ist immer ein großer Moment im Leben des Fahrschülers. Vor den Triumph hat der TÜV jedoch die praktische Prüfung gesetzt – und damit die vermutlich schlimmste Angstsituation eines jeden Prüflings. Dabei ist die praktische Fahrprüfung letzten Endes der unkomplizierteste Teil des gesamten Prüfungsvorgangs: Immerhin hat der Schüler inzwischen etliche Fahrstunden hinter sich und sollte sich sowohl in der Innenstadt als auch auf der Autobahn problemlos zurechtfinden. Alleine der große Respekt vor der Prüfungssituation macht vielen Prüflingen immer noch stark zu schaffen. Nachfolgend zählen wir deshalb die besten Arten auf, um sich auf die praktische Prüfung vorzubereiten und geben Tipps, wie man mit der Prüfungsangst umgehen und sie unter Kontrolle bringen kann.

 

Die theoretische Führerscheinprüfung spielt natürlich ebenfalls in die Praxis mit hinein. Selbige wurde seit dem 01.04.2016 rundum überarbeitet und beinhaltet mittlerweile ganze 88 Videofragen. Wer sich diese aufmerksam ansieht und lernt, wird auch bei der praktischen Prüfung mit hoher Wahrscheinlichkeit gut abschneiden. Die bewegten Szenarien lassen sich vom visuellen Gedächtnis schneller abrufen und mit der aktuellen Straßensituation vergleichen als statische Bilder. Damit stellt sich schnell ein Gewöhnungseffekt ein, welcher in der Prüfung für einen niedrigeren Puls und eine größere Sicherheit sorgt. Tipp: Einfach die Fahren-lernen-Max-App aufs Smartphone laden und unterwegs, z. B. im Wartezimmer oder der Bahn, die Szenarien immer wieder durchgehen.

 

Wichtig: Das Bestehen der theoretischen Prüfung ist unbedingte Voraussetzung, um zur praktischen Prüfung überhaupt zugelassen zu werden.

Wie man am besten für die praktische Prüfung übt

 

Ganz klar ist, dass sich der Fahrschüler nicht hetzen sollte. In Bezug auf die praktische Prüfung gilt, dass man lieber ein paar Übungsfahrten mehr einplanen sollte. Im Optimalfall kann auch eine Prüfungssituation simuliert werden – hier darf von Schülerseite aus ruhig Engagement gezeigt werden: Wer um eine ausgiebigere Prüfungsvorbereitung bittet, erhält diese in der Regel auch. Wichtig ist dabei, dass der Lehrer den Prüfling wirklich mit einer Stresssituation konfrontiert, denn nur so kann ein echtes Prüfungsgefühl hervorgerufen werden. Klar geht auch das Nachspielen einer praktischen Fahrerlaubnisprüfung an die Substanz, im Ernstfall ist der Fahrschüler auf diese Weise aber bereits mit dem mulmigen Gefühl im Bauch vertraut und kann sich deutlich besser darauf einstellen.

 

Um eine höhere Sicherheit im Umgang mit dem Fahrzeug im allgemeinen Straßenverkehr zu erlangen, sollte der Schüler außerdem einen Verkehrsübungsplatz besuchen. Zwar muss man sich unter Umständen ein wenig umschauen, bis man einen geeigneten Übungsplatz in der Umgebung gefunden hat, die investierte Zeit zahlt sich aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus. Hier hat der angehende Autofahrer die Gelegenheit sich die praktische Prüfung deutlich zu erleichtern – wer in der Prüfungssituation z. B. keine Probleme mit dem korrekten Anfahren oder dem Einparken hat, kann sich voll und ganz auf den Straßenverkehr konzentrieren. Auch das Anfahren am Berg und die korrekte Handlungsweise in Bezug auf Vorfahrt und seltene Verkehrszeichen sollte ausgiebig trainiert werden.

 

Wichtig: Auf dem Verkehrsübungsplatz darf man nur unter der Aufsicht einer Begleitperson üben, die den Führerschein bereits mindestens drei Jahre lang besitzt. Außerdem gilt natürlich: Je länger sich der Begleiter bereits als aktiver Autofahrer im Straßenverkehr bewegt, desto bessere Tipps kann er im Allgemeinen für die Praxis geben. Fahrpraxis ist hier das A und O; wer fleißig die korrekte Bedienung des Fahrzeugs übt, wird sicherer, ruhiger und fährt vorausschauender.

Wie man in der praktischen Prüfung die Ruhe bewahrt

 

Auch extrem begabte Fahrschüler können in der praktischen Prüfung Probleme bekommen, wenn die Nerven einfach nicht mitmachen.

 

Folgende Tipps können helfen:

 

  1. Es wurde bereits oft gesagt, soll an dieser Stelle jedoch noch einmal wiederholt werden: Eine Menge Übung und Routine nimmt dem Prüfungstag einen Großteil des Schreckens. Wer in der praktischen Prüfung nicht lange nachdenken muss, strahlt Sicherheit aus und kann sich seine nervlichen Reserven für wirklich knifflige Situationen aufsparen.
  2. Pünktlichkeit ist wichtig: Um die praktische Prüfung entspannt zu beginnen, sollte man lieber eine halbe Stunde zu früh, als eine Minute zu spät vor Ort sein.
  3. Natürlich müssen auch alle Dokumente vorhanden sein: Neben dem Personalausweis ist in manchen Fällen auch die Ausbildungsbescheinigung der Fahrschule nötig.
  4. Wer eine Anweisung nicht versteht, darf ruhig nachfragen. Der Prüfer wird das nicht als fehlende Aufmerksamkeit werten – wichtiger ist, den Anweisungen des Prüfers möglichst exakt zu folgen.
  5. Wer echte Probleme mit Schweißausbrüchen und zitternden Händen hat, kann die praktische Prüfung durchaus kurz pausieren. Auch hier hilft eine kurze Nachfrage beim Prüfer.
  6. Der letzte und vermutlich wichtigste Tipp ist, dass niemand vom Prüfling erwartet, komplett fehlerfrei zu fahren. Wer das Auto abwürgt oder vor Aufregung mal den Scheibenwischer nicht findet, sorgt beim Prüfer gemeinhin eher für ein verständnisvolles Lächeln, als ein kritisches Stirnrunzeln. Genauso wie der Fahrlehrer möchte der Prüfer den Schüler erfolgreich durch die praktische Prüfung führen.

 


Übrigens: Die Prüfungzeiten unterscheiden sich je nach Führerscheinklasse. Während der Fahrschüler die praktische Prüfung für den Führerschein der Klasse B bereits nach 45 Minuten hinter sich hat, dauert die Prüfung für die Klasse A bereits eine volle Stunde. Zur Beruhigung sollte allerdings angemerkt werden, dass die Zeit in der tatsächlichen Prüfung selten eine große Rolle spielt, da der Schüler sich eher auf die Bewältigung der aktuellen Aufgabe konzentriert, als dass er auf die Uhr schaut.