Die Fahrlehrerausbildung

Das solltest du vorher wissen


1


Ausbildung in der
Verkehrsfachschule

2


Praxisphase in der Ausbildungsfahrschule

3


Prüfungen absolvieren


Die Fahrlehrerausbildung


Wer über den Beruf des Fahrlehrers nachdenkt, fragt sich häufig “Wie wird man Fahrlehrer?” und “Was kostet die Ausbildung zum Fahrlehrer?”. Da der Beruf des Fahrlehrers keine Erstausbildung ist, müssen Interessenten einige Voraussetzungen erfüllen. Kandidaten, die all diesen Bedingungen entsprechen, können zur Ausbildung zugelassen werden. Jedoch müssen sie die Kosten für die Ausbildung selbst aufbringen können oder eine geeignete Finanzierung finden.

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Was kostet eine Ausbildung zum Fahrlehrer?


Bei einer Fahrlehrerausbildung sind die Kosten recht hoch. Aktuell liegen sie bei ca. 11.000 €. Der genaue Preis variiert jedoch je nach Fahrlehrerfachschule. Außerdem zahlst du mehr, wenn du eine Prüfung nicht beim ersten Mal bestehst. Neben den tatsächlichen Ausbildungskosten musst du bedenken, dass die Fahrlehrerausbildung eine Vollzeitausbildung ist. Das bedeutet, dass du zumindest während des schulischen Teils kein Geld verdienst und trotzdem deinen Lebensunterhalt bestreiten musst. Ob während der praktischen Ausbildung Geld verdient wird, ist je nach Ausbildungsfahrschule unterschiedlich geregelt und wird individuell verhandelt.

Gut zu wissen!

good to know tip

Bei der 123FAHRSCHULE können Auszubildende, die nicht von anderer Stelle – z. B. Arge, Bafög-Amt oder Bundeswehr – unterstützt werden, eine Aufwandsentschädigung erhalten.


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Wie läuft die Ausbildung zum Fahrlehrer ab?

Die Fahrlehrerausbildung dauert etwa 12 Monate. Die ersten 8 Monate werden an einer Fahrlehrerfachschule absolviert. Danach folgt ein 4-monatiges Praktikum in der Ausbildungsfahrschule.


Schon bevor deine Ausbildung beginnt, solltest du deinen Antrag der Fahrlehr-Erlaubnis bei der zuständigen Behörde einreichen. Es empfiehlt sich, dies mindestens 4 Wochen vor Ausbildungsbeginn zu tun, um sicher zu stellen, dass du alle Prüfungen rechtzeitig ablegen kannst.



Phase 1 der Ausbildung:


In der 1. Ausbildungsphase findet die theoretische und praktische Ausbildung an der Verkehrsfachschule statt. Beim Grundausbildungslehrgang BE dauert diese Phase 8 Monate. Im theoretischen Teil der Ausbildung zum Fahrlehrer lernst du die Straßenverkehrsvorschriften und relevante Aspekte der Fahrschulpädagogik sowie der Verkehrsverhaltenslehre kennen, und erwirbst sowohl allgemeinrechtliche Grundkenntnisse als auch Basiswissen über die Kfz-Technik. Im praktischen Teil der Fahrlehrerausbildung wirst du zu einem verkehrsgerechten, gewandten und umweltbewussten Fahrer weitergebildet. Daher bekommst du zunächst selbst fahrpraktischen Unterricht. Um die Verknüpfung von Theorie und Praxis zu verstärken, findet bereits im 1. Ausbildungsmonat ein 2-wöchiges und im 5. Monat ein 1-wöchiges Praktikum in der Ausbildungsfahrschule statt.


Nach der Hälfte der schulischen Ausbildung findet die 1. Teilprüfung statt. Diese ist eine fahrpraktische Prüfung, bei der du beweisen musst, dass du die nötige verkehrsgerechte und sichere Fahrweise beherrschst. Am Ende des schulischen Ausbildungsteils absolvierst du dann die 2. Teilprüfung. Diese wird auch Fachkundeprüfung genannt und besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Hier wird das in den letzten Monaten erworbene Wissen abgefragt. Wer alle Prüfungen bestanden hat, erhält eine Fahrlehreranwärterbefugnis. Damit bekommst du eine befristete Fahrlehr-Erlaubnis für die 2. Ausbildungsphase deiner Fahrlehrerausbildung. Die Praxisphase muss innerhalb von 2 Jahren nach Bestehen dieser Prüfung absolviert werden.




Phase 2 der Ausbildung:

Die 2. Ausbildungsphase findet an deiner Ausbildungsfahrschule statt. Während des 4-monatigen Praktikums wirst du zunächst deinen Ausbildungsfahrlehrer begleiten. Dies nennt sich auch Hospitation. Im Verlauf deiner praktischen Ausbildung zum Fahrlehrer wirst du jedoch auch selbst Theorie- und Praxisstunden durchführen. Zunächst steht dir dabei selbstverständlich ein erfahrener Fahrlehrer zur Seite. Während des Praktikums kehrst du für 2 kurze Reflexionsphasen an deine Fahrlehrerfachschule zurück. Nach Abschluss des Praktikums finden 2 Lehrproben statt – je eine im theoretischen und praktischen Unterricht. Nach Bestehen der Lehrproben erhältst du eine unbefristete Fahrlehr-Erlaubnis der Klasse BE. Mit dieser Erlaubnis darfst du nun als Fahrlehrer arbeiten und kannst sie, wenn du möchtest, um weitere Klassen ergänzen.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für die Fahrlehrerausbildung?

Wer bei der Fahrlehrerausbildung die Kosten selbst trägt, sollte wissen, dass diese später steuerlich als Sonderausgaben bzw. Werbekosten geltend gemacht werden können, wenn die Ausgaben im Zusammenhang mit späteren Einnahmen stehen.

Für diejenigen, die nicht die Möglichkeit haben, ihre Fahrlehrerausbildung selbst zu finanzieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Ausbildung dennoch machen zu können:

Wer eine Erstausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf hat, kann für die Fahrlehrerausbildung Meister-Bafög beantragen. Dieses besteht zu 40% aus einem Zuschuss durch den Staat. Das restliche Geld ist ein zinsgünstiges Darlehen.
Ehemalige Zeitsoldaten können eine Finanzierung vom Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) beantragen. Um abzuklären, ob dies möglich ist, wendest du dich direkt an die zuständige Stelle des BFD.
Die Fahrlehrerausbildung ist bei dir eine berufliche Rehabilitation? Dann kann diese evtl. durch die Deutsche Rentenversicherung gefördert werden.
Arbeitslose und Arbeitnehmer, die kurz vor einer Kündigung stehen, können eine Förderung durch Bildungsgutscheine vom Jobcenter beantragen. Voraussetzung dafür ist, dass die Förderung aus beruflichen Gründen notwendig ist. Außerdem musst du eine abgeschlossene Berufsausbildung haben oder eine mindestens 3-jährige berufliche Tätigkeit nachweisen können. Bei einem erfolgreichen Antrag werden die Kosten ganz oder teilweise übernommen.

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