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Fahrlehrerausbildung machen: Alles was du wissen musst.

Was verdient man? Wie lange dauert die Ausbildung?

Inhaltsverzeichnis

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Wie läuft die Ausbildung zum Fahrlehrer ab?

Die Fahrlehrerausbildung dauert etwa 13 bis 32 Monate. Die erste Phase findet an einer Fahrlehrerfachschule absolviert. Danach folgt Praktikum in der Ausbildungsfahrschule.

Schon bevor deine Ausbildung beginnt, solltest du deinen Antrag der Fahrlehr-Erlaubnis bei der zuständigen Behörde einreichen. Es empfiehlt sich, dies mindestens 4 Wochen vor Ausbildungsbeginn zu tun, um sicher zu stellen, dass du alle Prüfungen rechtzeitig ablegen kannst.

Führerschein-Fahrstunden-Praxisunterricht
Phase 1 der Ausbildung

Im Rahmen eines Einführungsmonats lernst du zunächst den organisatorischen Ablauf in einer Fahrschule kennen und bekommst einen Einblick in den Aufbau der Fahrlehrerausbildung. Die erste und letzte Woche werden in der Fachschule durchgeführt, in der du zunächst theoretisch an alles herangeführt wirst. In der 2. und 3. Woche absolvierst du dann eine erste Hospitation (Praktikum) in deiner Ausbildungsfahrschule, wo du erste Einblicke in die theoretische und praktische Führerscheinausbildung aus Sicht eines Fahrlehrers bekommst.

Phase 2 der Ausbildung

In der 2. Ausbildungsphase findet die theoretische und praktische Ausbildung an der Verkehrsfachschule statt. Beim Grundausbildungslehrgang BE dauert diese Phase mindestens 7 Monate. Im theoretischen Teil der Ausbildung zum Fahrlehrer lernst du die Straßenverkehrsvorschriften und relevante Aspekte der Fahrschulpädagogik sowie der Verkehrsverhaltenslehre kennen, und erwirbst sowohl allgemeinrechtliche Grundkenntnisse als auch Basiswissen über die Kfz-Technik. Im praktischen Teil der Fahrlehrerausbildung wirst du zu einem verkehrsgerechten, gewandten und umweltbewussten Fahrer weitergebildet. Daher bekommst du zunächst selbst fahrpraktischen Unterricht. Um die Verknüpfung von Theorie und Praxis zu verstärken, findet im 5. Ausbildungsmonat noch einnmal ein 1-wöchiges Praktikum (Hospitation) in der Ausbildungsfahrschule statt.

Phase 3 der Ausbildung

Die letzte Ausbildungsphase findet an deiner Ausbildungsfahrschule statt. Während des 4,5- bis 24-monatigen Praktikums wirst du zunächst deinen Ausbildungsfahrlehrer begleiten. Dies nennt sich auch Hospitation. Im Verlauf deiner praktischen Ausbildung zum Fahrlehrer wirst du jedoch auch selbst Theorie- und Praxisstunden durchführen. Zunächst steht dir dabei selbstverständlich ein erfahrener Fahrlehrer zur Seite. Während des Praktikums kehrst du für 2 kurze Reflexionsphasen an deine Fahrlehrerfachschule zurück.

Welche Prüfungen muss ich absolvieren?

Während der Ausbildung zum Fahrlehrer müssen insgesamt 5 Prüfungen absolviert werden, bevor du deine Fahrlehrer-Erlaubnis bekommst. In der 2. Phase der Ausbildung findet bereits die 1. Teilprüfung statt. Diese ist eine fahrpraktische Prüfung, bei der du beweisen musst, dass du die nötige verkehrsgerechte und sichere Fahrweise beherrschst. Am Ende des schulischen Ausbildungsteils absolvierst du dann die 2. Teilprüfung. Diese wird auch Fachkundeprüfung genannt und besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Hier wird das in den letzten Monaten erworbene Wissen abgefragt.

Wer alle Prüfungen bestanden hat, erhält eine Fahrlehreranwärterbefugnis. Damit bekommst du eine befristete Fahrlehr-Erlaubnis für die 3. Ausbildungsphase deiner Fahrlehrerausbildung. 
Die Praxisphase muss innerhalb von 2 Jahren nach Bestehen dieser Prüfung absolviert werden. Nach Abschluss des Praktikums finden 2 Lehrproben statt – je eine im theoretischen und praktischen Unterricht. Nach Bestehen der Lehrproben erhältst du eine unbefristete Fahrlehr-Erlaubnis der Klassen B und BE. Mit dieser Erlaubnis darfst du nun als Fahrlehrer arbeiten und kannst sie, wenn du möchtest, um weitere Klassen ergänzen.

Welche Inhalte werden während der Fahrlehrerausbildung vermittelt?

Innerhalb der Fahrlehrerausbildung müssen einige Themenfelder gelehrt werden, die von der Fahrlehrerausbildungsordnung vorgeschrieben sind. Diese werden Kompetenzbereiche genannt. Die Kompetenzbereiche teilen sich auf in folgende Bereiche: Verkehrsverhalten, Recht, Technik, pädagogisch-psychologisches und verkehrspädagogisches Professionswissen sowie das Fahren selbst. Zu allen Kompetenzbereichen gehören jeweils mehrere Inhalte, die während der Ausbildung vermittelt werden müssen. Dazu zählen u. a. :

Verkehrsverhalten

 

  • Fahreignung und Fahrtüchtigkeit
  • Verkehrswahrnehmung und Gefahrenvermeidung
  • Heterogenität im Straßenverkehr

 

Recht
  • Fahrerlaubnis- und Zulassungsrecht
  • Strafrecht
  • Ordnungswidrigkeiten
  • Fahrerlaubnisentzug und Fahrverbot
Technik
  • Aufbau und Funktionsweise der Fahrzeuge
  • Umweltschonendes Fahren (technische Aspekte)
  • Pflege und Wartung
Pädagogisch-psychologisches und verkehrspädagogisches Professionswissen
  • Unterrichtsplanung (Theorie- und Praxisunterricht)
  • Unterrichtsmethoden
Fahren
  • fahrpraktisches Perfektionstraining
  • sicheres Führen von Fahrzeugen der Klassen B und BE

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für die Fahrlehrerausbildung?

Wer bei der Fahrlehrerausbildung die Kosten selbst trägt, sollte wissen, dass diese später steuerlich als Sonderausgaben bzw. Werbekosten geltend gemacht werden können, wenn die Ausgaben im Zusammenhang mit späteren Einnahmen stehen.

Für diejenigen, die nicht die Möglichkeit haben, ihre Fahrlehrerausbildung selbst zu finanzieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Ausbildung dennoch machen zu können:

Aufstiegs-BAföG

Wer eine Erstausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf hat, kann für die Fahrlehrerausbildung Aufstiegs-Bafög beantragen. Gefördert werden Lehrgangs- und Prüfungskosten. Je nach persönlicher Situation kann zusätzlich ein Zuschuss zu den Lebensunterhaltskosten beantragt werden.

Bildungsgutschein

Arbeitslose und Menschen denen in absehbarer Zeit die Arbeitslosigkeit droht (Kündigung/ befristeter Vertrag) können ggf. einen Bildungsgutschein für die Fahrlehrerausbildung erhalten. Dadurch können beispielsweise die Kosten für Lehrgänge, anfallende Prüfungsgebühren, Fahrtkosten oder auch eine Kinderbetreuung übernommen werden.

Förderung für Bundeswehrangehörige

Ehemalige Zeitsoldaten können eine Finanzierung vom Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) beantragen. Um abzuklären, ob dies möglich ist, wendest du dich direkt an die zuständige Stelle des BFD.

Förderung durch Unfallversicherungsträger

Die Fahrlehrerausbildung ist bei dir eine berufliche Rehabilitation? Dann kann diese evtl. durch die Deutsche Rentenversicherung gefördert werden.
Arbeitslose und Arbeitnehmer, die kurz vor einer Kündigung stehen, können eine Förderung durch Bildungsgutscheine vom Jobcenter beantragen. Voraussetzung dafür ist, dass die Förderung aus beruflichen Gründen notwendig ist. Außerdem musst du eine abgeschlossene Berufsausbildung haben oder eine mindestens 3-jährige berufliche Tätigkeit nachweisen können. Bei einem erfolgreichen Antrag werden die Kosten ganz oder teilweise übernommen.