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So kommen du und dein Auto sicher durch den Herbst

Wie du dein Auto vorbereitest und worauf du beim Fahren achten solltest

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Inhaltsverzeichnis

Dunkelheit, Kälte, Regen und Nebel. Der Herbst ist nicht nur ungemütlich, sondern er bringt auch viele Gefahren für Autofahrer mit sich. Doch wer ein paar Tipps beachtet, kommt problemlos sicher und entspannt durch die kalte Jahreszeit. Hier erfährst du, wie du dein Auto richtig auf den Herbst und Winter vorbereitest, damit es keine Schäden nimmt. Außerdem erklären wir, worauf du beim Autofahren jetzt unbedingt achten muss, um dich und andere nicht in Gefahr zu bringen.

Die richtige Autopflege im Herbst

Befreie dein Auto regelmäßig von Laub

Scheibenwischer im Herbst

Laub und Regen ist eine besonders schlechte Kombination im Herbst. Dadurch entsteht nicht nur eine besonders rutschige Fahrbahn, es wird auch der Lack deines Autos wie auch die Fahrzeugtechnik angegriffen und beschädigt. Du solltest also einige Vorkehrungen treffen und dein Auto regelmäßig vom Laub befreien. Gerade wenn du dein Auto oft im Freien parkst, musst du natürlich besonders darauf achten. Wenn sich Laub auf dem Auto ansammelt, können sich kleine Staudämme bilden, durch die das Regenwasser in Rinnen an empfindliche Stellen läuft. So sammelt sich das Wasser z. B. häufig unter der Motorhaube, in kleinen Ritzen zwischen der Kofferraumklappe sowie an den Seitenblechen des Autos. Also vor allem an Stellen, an denen man es nicht sofort sieht. Durch die Wasseransammlungen kann Schimmel entstehen, es bildet sich zudem häufig ein modriger Geruch im Fahrzeug, außerdem beschlagen die Scheiben häufiger von innen. Denke also daran, regelmäßig das angesammelte Laub von deinem Auto zu wischen und es auf Feuchtigkeit zu überprüfen. Wenn du dir unsicher bist, ob du alle Stellen entdeckt hast, an denen sich Wasser gesammelt hat, kannst du auch noch einmal in der Betriebsanleitung deines Fahrzeugs nachschauen, welche Stellen besonders anfällig sind.

Wichtig:

Denke auch daran, die Scheibenwischer vom Laub zu befreien, da sie sonst nur noch eingeschränkt funktionieren.

Schütze den Lack deines Autos

Auto mit Herbstblättern

Nasses Laub ist nicht nur schädlich, da sich Regenwasser besser ansammeln kann, es greift zudem auch den Lack an. Die Blätter sondern nämliche eine sogenannte Gerbsäure ab, die zu Lackschäden und sogar Rost führen kann. In deinem Autopflege-Set sollten sich daher spätestens im Herbst auch Lackreiniger und -politur befinden. Auch eine regelmäßige Behandlung mit Hartwachs hilft dabei, größere Lackschäden von vorneherein zu vermeiden.

Sorge für eine freie Sicht

Damit du auch bei Dunkelheit und Nebel noch gut sehen kannst, hier noch ein paar weitere Dinge, auf die du achten solltest:

Autofrontscheibe von innen im Regen
  1. Funktionierende Scheinwerfer: Im Herbst und Winter ist es besonders wichtig, dass deine Scheinwerfer problemlos funktionieren, da es jetzt häufiger und länger dunkel ist. Achte also darauf, dass sie sauber und funktionsfähig sind. In vielen Werkstätten kannst du auch einen kostenlosen Lichttest machen lassen. 
  1. Freie Scheiben: Damit du sowohl vorne als auch hinten eine freie Sicht auf die Straße hast, solltest du die Front- sowie die Heckscheibe gründlich sauber machen und von Dreck befreien, den die Scheibenwischer oft nicht erreichen können. Fülle außerdem rechtzeitig Frostschutzmittel in die Scheibenwaschanlage, damit du auch bei frostigen Temperaturen eine uneingeschränkte Sich behältst und die Scheibenwischer ihren Dienst tun können.
  1. Einwandfreie Scheibenwischer: Für eine funktionierende Scheibenwaschanlage ist nicht nur Frostschutzmittel sehr wichtig, auch die Scheibenwischer selbst müssen natürlich sauber und funktionstüchtig sein. Mache sie also regelmäßig sauber und schaue vor dem Herbst nach, ob die Wischergummis noch in einem guten Zustand sind. Falls nötig, kannst du sie dann noch rechtzeitig auswechseln.

Rechtzeitiger Reifenwechsel

Nahansicht Autoreifen mit Herbst-Blättern

Im Herbst und Winter brauchst du unbedingt einen guten und sicheren Grip auf der Straße. Denke also rechtzeitig an den Reifenwechsel. In unserem letzten Blogbeitrag erfährst du alles darüber, wann, wie und warum du Winterreifen aufziehen musst.

Sicher durch den Herbst: Darauf solltest du beim Autofahren achten

Fahre in angemessenem Tempo

Dass Schnee und Eis im Winter die Straßen glatt und gefährlich machen, ist klar. Doch auch schon im Herbst kann es zu regelrechten Rutschpartien kommen. Dann nämlich, wenn sich nasses Laub auf den Straßen sammelt. Das ist vor allem dann besonders kritisch, wenn die durch Laub entstandene Glätte plötzlich und unerwartet auftritt, z. B. in einer unübersichtlichen Kurve. Im Herbst, besonders an regnerischen Tagen, solltest du also umso vorsichtiger fahren. Achte auf eine angepasste Geschwindigkeit und sei besonders aufmerksam und konzentriert. Auf freier, übersichtlicher Straße, wenn keine anderen Verkehrsteilnehmer in der Nähe sind, kannst du auch einmal eine abrupte Probe-Bremsung machen, um ein Gefühl für die Straßenbeschaffenheit und den Bremsweg zu bekommen. Achte aber darauf, dies nur bei einem Tempo zu tun, bei dem du noch eine gute Kontrolle über dein Fahrzeug hast, also am besten bei max. 50 km/h.

Lasse das Licht immer eingeschaltet

Im Herbst und Winter solltest du dein Abblendlicht am besten bei jeder Fahrt einschalten, auch tagsüber. An manchen Tagen wird es gefühlt gar nicht richtig hell, tief hängende Wolken, Nebel, Regen und Schnee verschlechtern die Sicht teilweise zu jeder Tageszeit. Mit eingeschaltetem Licht kannst du den gesamten Verkehr besser überblicken und wirst umgekehrt auch von anderen Verkehrsteilnehmern früher und besser wahrgenommen.

Worauf bei Nebel besonders zu achten ist

Auto im Nebel

Gerade im Herbst ist es oft sehr neblig. Um auch bei diesen schlechten Sichtverhältnissen noch möglichst gefahrlos unterwegs zu sein, solltest du auf einige Dinge achten. Oberste Regel ist natürlich auch hier: Lasse dein Abblendlicht unbedingt immer eingeschaltet. Außerdem solltest du besonders langsam fahren, da du andere Verkehrsteilnehmer und -hindernisse meist erst sehr spät erkennen kannst. Sobald du durch den Nebel nur noch weniger als 50 Meter weit sehen kannst, musst du außerdem deine Nebelschlussleuchte anmachen, damit die Fahrer hinter dir dich rechtzeitig sehen können. Dann darfst du außerdem nur noch mit max. 50 km/h fahren. Die eingeschaltete Nebelschlussleuchte wird durch ein gelb leuchtendes Symbol auf deinem Armaturenbrett angezeigt.

Wichtig:

Du darfst die Nebelschlussleuchte erst bei besonders starkem Nebel mit einer Sicht von unter 50 Metern einschalten. Solltest du sie bei besseren Sichtbedingungen an haben, kann das ein Bußgeld nach sich ziehen. Die Leuchte ist so hell, dass andere Verkehrsteilnehmer stark geblendet und dadurch mitunter gefährdet werden können.

Außerdem solltest du bei Nebel niemals überholen! Du kannst die Straße nicht gut genug überblicken und gefährdest dich und andere.

Straßenkleidung im Auto kann gefährlich sein

Das klingt im ersten Moment vielleicht unglaubwürdig, ist aber tatsächlich so. Natürlich möchte man an besonders kalten Tagen gerne seine warme Winterjacke anbehalten, bis es im Auto warm geworden ist.  Die dicke Kleidung schränkt dich aber in deinem Bewegungs- und Handlungsspielraum ein. Du kannst nicht mehr so schnell und gut reagieren. Gleichzeitig erweitert dicke Kleidung auch das Spiel des Sicherheitsgurtes. Dieser liegt dann nämlich nicht mehr so eng am Körper an. Bei einer plötzlichen Bremsung kann er dir dann vielleicht nicht mehr genug Halt geben, was sehr gefährlich ist. Außerdem kann es durch eine dicke Winterjacke passieren, dass der Gurt bei einer starken Bremsung einschneidet, was zu schweren inneren Verletzungen führen kann. Ziehe deine Jacke also aus, bevor du losfährst. Wenn sie nass ist, solltest du sie auf der Rückbank oder am besten sogar im Kofferraum aufbewahren, da dann die Scheiben nicht so schnell von innen beschlagen und deine Sicht behindern. Du kannst stattdessen eine dünne Fleecejacke tragen. Die hält warm und trägt nicht so dick auf, so dass der Sicherheitsgurt weiterhin gut am Körper anliegen kann.

Bevor du losfährst, schau dir auch deine Schuhe noch einmal kurz an und befreie sie ggf. von Matsch, Schnee oder Dreck. Du kannst sonst nämlich schnell von den Pedalen rutschen und die Kontrolle über dein Auto verlieren.

Nimm an einem Fahrsicherheitstraining teil

Ein Fahrsicherheitstraining ist immer eine gute Sache, um den Umgang mit deinem Fahrzeug besser zu lernen und in Gefahrensituationen schneller und routinierter reagieren zu können. Vor allem auf die Risiken, die das Herbst- und Winterwetter mit sich bringt, bereitet dich ein Fahrsicherheitstraining optimal vor. Deshalb solltest du es am besten auch mit deinem eigenen Auto machen, damit du das Gelernte umso besser umsetzen kannst. Du lernst z. B. die Vollbremsung auf nasser und rutschiger Fahrbahn und kannst dabei gefahrlos ein Gefühl dafür bekommen, wie sich das Auto bei den verschiedenen Witterungsbedingungen verhält und wie du richtig reagierst.