4,4
5 Sterne 5 Sterne 5 Sterne 5 Sterne 5 Sterne
820 Bewertungen aus 7 Quellen
ADAC Suche öffnen

Nebelscheinwerfer & Nebelschlussleuchte: Wie benutzt du sie richtig?

Wie man Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte richtig benutzt, ist für die meisten von uns etwas, was wir in der Fahrschule lernen und dann relativ schnell wieder vergessen. Wirklich dichter Nebel kommt schließlich in vielen Regionen nicht besonders häufig vor. Trotzdem ist es superwichtig, dass du im Ernstfall weißt, was du tun musst. Ansonst kannst du dich und andere massiv gefährden. Wenn plötzlich starker Nebel auftritt, wissen viele nicht, wie sie sich verhalten sollen. Wann darfst du die Nebelschlussleuchte einschalten und wann die Nebelscheinwerfer? Wir klären auf!

Wann darfst du die Nebelschlussleuchte einschalten?

Straße mit Bäumen im NebelFür den Einsatz der Nebelschlussleuchte gibt es ganz klare Regeln: Du darfst sie nur einschalten, wenn wirklich Nebel der Grund dafür ist, dass deine Sicht eingeschränkt ist. Bei anderen Gründen für eine schlechte Sicht, wie z. B. Regen oder Schnee, darfst du die Nebelschlussleuchte nicht einschalten.

Außerdem muss deine Sicht unter 50 Meter betragen, damit die Nebelschlussleuchte eingeschaltet werden darf. Auf Landstraßen und Bundesstraßen kannst du diese Distanz ganz einfach anhand der aufgestellten Leitpfosten abschätzen. Der Abstand zwischen ihnen beträgt nämlich immer 50 Meter.

Die Nebelschlussleuchte dient dazu, dass andere Fahrende dich bei dichtem Nebel besser erkennen. Wird die Leuchte allerdings bei besserer Sicht eingesetzt, hat sie einen genau gegenteiligen Effekt: Der nachfolgende Verkehr wird stark geblendet. Denke also unbedingt daran, die Nebelschlussleuchte wieder auszuschalten, sobald sich die Sicht bessert. Tust du das nicht oder schaltest du sie zu früh ein, riskierst du ein Bußgeld.

Nebelschlussleuchten dürfen sowohl außerorts als auch innerorts eingesetzt werden. Schließlich kann die Sicht auch innerhalb einer geschlossenen Ortschaft durch Nebel massiv eingeschränkt sein.

Achtung: Wegen schlechter Sicht auf freier Strecke anzuhalten, kann gefährlich werden, weil andere Fahrende dich schlecht sehen und auffahren könnten. Fahre wenn möglich langsam bis zur nächsten Ortschaft/Haltebucht und warte dort, bis die Sicht sich bessert.

Woran kannst du erkennen, ob die Nebelschlussleuchte eingeschaltet ist?

Symbol Nebelschlussleuchte gelb

Symbol Nebelschlussleuchte

Wenn die Nebelschlussleuchte eingeschaltet ist, leuchtet eine Kontrollleuchte im Armaturenbrett auf. Das Nebelschlussleuchten-Symbol ist gelb, mit waagerechten Strichen nach rechts und einer Schlangenlinie, die den Nebel symbolisiert.

Wann darfst du Nebelscheinwerfer – auch am Tag – einschalten?

Die Regeln für das Einschalten von Nebelscheinwerfern sind nicht so streng, wie bei den Nebelschlussleuchten. Sie dürfen immer eingeschaltet werden, wenn schlechte Sicht das erforderlich macht – also z. B. bei Nebel, Regen oder Schnee.

Nebelscheinwerfer werden immer in Kombination mit dem Standlicht eingeschaltet. Sie haben den Vorteil, dass sie bei Nebel die Eigenblendung der/des Fahrenden reduzieren, weil das Licht extra flach und breit auf die Straße gestreut wird. Das Fernlicht einzuschalten, solltest du bei Nebel auf jeden Fall vermeiden. Es verstärkt die Eigenblendung massiv, was dazu führt, dass du noch weniger siehst als nur mit Abblendlicht.

Wie sieht das Nebelscheinwerfer-Symbol aus?

Symbol Nebelscheinwerfer grün

Symbol Nebelscheinwerfer

Die Kontrollleuchte für die Nebelscheinwerfer ähnelt der des Abblendlichts. Sie ist allerdings grün und hat – im Gegensatz zum Abblendlicht – eine gewellte Linie durch die Scheinwerfer-Linien.