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E-Scooter-Führerschein: Diese Fakten solltest du kennen

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Inhaltsverzeichnis

Aktuell wird überall über E-Scooter diskutiert. Gerade in Großstädten könnten sie eine echte Alternative zum Auto bieten, da sie kaum Platz brauchen, leise sind, keine Abgase ausstoßen und zudem auch in öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu transportieren sind. Eine Kombination aus öffentlichen Verkehrsmitteln und Elektroroller könnte daher für viele eine gute Alternative z. B. für den Weg zum Arbeitsplatz darstellen.

Allerdings werfen die neuen Fahrzeuge auch einige Fragen auf: Wo werden sie fahren dürfen? Nutzen sie die Fahrbahn, den Radweg oder den Fußweg? Braucht man einen E-Scooter-Führerschein? Und wenn ja, welche Führerscheinklasse wird das sein? Wir klären auf!

Braucht man einen E-Scooter-Führerschein?

Sollten die Elektroroller demnächst zugelassen werden, wird vermutlich eine Führerschein-Pflicht eingeführt. Das gilt allerdings nicht für alle E-Scooter. Ob für eine Fahrt mit dem Elektroroller ein Führerschein verpflichtend ist, wird maßgeblich von der Höchstgeschwindigkeit sowie der Straßenzulassung abhängen.

Grundsätzlich gilt: Für Fahrzeuge, die keine Straßenzulassung haben, also auch nicht auf öffentlichen Straßen benutzt werden, wird kein Führerschein benötigt. Auf privatem Grund dürfen sie nämlich auch ohne Fahrerlaubnis gefahren werden. Das gilt auch für Elektroroller.

Auch E-Scooter, die aufgrund ihrer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit maximal 6 km/h fahren, dürfen voraussichtlich ohne Elektroroller-Führerschein verwendet werden.

Wer einen schnelleren Elektroroller fahren möchte, wird in Zukunft wahrscheinlich einen Führerschein benötigen. Bei E-Scootern, die maximal 25 km/h fahren können, wird laut dem neuesten Gesetzentwurf eine Mofa-Prüfbescheinigung ausreichen. Das würde bedeuten, dass Elektroroller in dieser Geschwindigkeitsklasse dann von Fahrern ab 15 Jahren gefahren werden dürfen.

Eine Geschwindigkeit von 25 km/h reicht dir nicht aus? Dann benötigst du die Führerscheinklasse AM. Wer einen normalen Pkw-Führerschein besitzt – also die Klasse B oder die alte Klasse 3 – hat automatisch auch die Klasse AM und darf mit seinem Führerschein auch E-Scooter fahren. Da Elektroroller die Fahrer vor ungewöhnliche Herausforderungen stellen, wird jedoch auch diskutiert, ob man nicht eine neue Führerscheinklasse für solche Kleinstelektrofahrzeuge einführen sollte.

Weitere Bestimmungen für Elektroroller

E-Scooter bis 20 km/h sollen künftig wie Fahrräder behandelt werden, allerdings könnte es z. T. zusätzliche Bestimmungen geben. Die Elektroroller sollen auf den Fahrradwegen fahren dürfen. Die normale Fahrbahn darf daher nur befahren werden, wenn kein Radweg vorhanden ist. Darüber hinaus gibt es den Plan, dass Roller mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit unter 12 km/h auch Fußgängerwege & -zonen benutzen dürfen. Kritiker fürchten hierbei jedoch, dass Fußgänger dadurch stärker gefährdet werden könnten.

Wer einen zulassungsbedürftigen Roller im öffentlichen Straßenverkehr verwenden möchte, wird außerdem eine gültige Versicherung nachweisen müssen. Eine Helmpflicht ist jedoch nicht vorgesehen. Ein besonderer Vorteil der E-Scooter soll zudem sein, dass sie zusammengeklappt in öffentlichen Verkehrsmitteln mitgenommen werden dürfen.

Verstöße gegen die E-Scooter-Regelungen

Was passiert, wenn dein Elektroroller – mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit über 6 km/h – keine Zulassung hat?

  • die Polizei kann dein Fahrzeug beschlagnahmen
  • du musst 70 € Bußgeld zahlen
  • du bekommst einen Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg

Wenn du ohne Versicherungsschutz fährst, kannst du dafür ebenfalls eine Strafe bekommen. Wie bei allen Fahrzeugklassen ist es außerdem wichtig, sich an die Bestimmungen bezüglich des Führerscheins zu halten. Kannst du die benötigte Führerscheinklasse nicht nachweisen, machst du dich wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis strafbar.