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Unser Aufbauseminar für Fahranfänger (ASF): Immer freie Termine in deiner Nähe!

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Inhaltsverzeichnis

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Was ist ein Aufbauseminar in der Probezeit?

Jugendliche beim Aufbauseminar für den Führerschein

Ein Aufbauseminar – auch ASF-Seminar genannt – ist eine Nachschulung für Fahranfänger, die in der Probezeit Verstöße begangen haben. Da die jungen Fahrer sich scheinbar – trotz erfolgreich absolvierter Fahrschule – ihrer Verantwortung im Straßenverkehr nicht bewusst sind, soll das ASF-Seminar ihnen die Verkehrsregel noch einmal in Erinnerung rufen. Laut § 35 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FEV) hat das in folgendem Rahmen zu geschehen:

“In den Kursen sind die Verkehrszuwiderhandlungen, die bei den Teilnehmern zur Anordnung der Teilnahme an dem Aufbauseminar geführt haben, und die Ursachen dafür zu diskutieren und daraus ableitend allgemein die Probleme und Schwierigkeiten von Fahranfängern zu erörtern. Durch Gruppengespräche, Verhaltensbeobachtung in der Fahrprobe, Analyse problematischer Verkehrssituationen und durch weitere Informationsvermittlung soll ein sicheres und rücksichtsvolles Fahrverhalten erreicht werden. Dabei soll insbesondere die Einstellung zum Verhalten im Straßenverkehr geändert, das Risikobewusstsein gefördert und die Gefahrenerkennung verbessert werden.“

Aufbauseminar: Welche Kosten entstehen?

Wer gegen die Verkehrsregeln verstößt und zu einer Nachschulung verpflichtet wird, muss die Kosten für das Aufbauseminar selbst übernehmen. Schließlich hat man sich durch eigenes Verschulden in diese Situation gebracht. Doch was kostet ein Aufbauseminar eigentlich?

Wie bei den regulären Fahrschulkosten variieren auch beim Aufbauseminar die Kosten je nach Region stark. In manchen Regionen zahlen Fahranfänger bis zu 500 € für ein ASF-Seminar.

Grundsätzlich gilt: Die Kosten für das Aufbauseminar müssen zusätzlich zum in der Straßenverkehrsordnung festgelegten Bußgeld gezahlt werden.

Bei uns kannst du das Aufbauseminar für nur 299 € machen.

Aufbauseminar-Ablauf: Das erwartet dich bei der Nachschulung

Es gibt beim Aufbauseminar zu Dauer und Ablauf der Nachschulung genaue Vorgaben von der Fahrerlaubnis-Verordnung. Das ASF-Seminar findet mit 6 bis 12 Teilnehmern statt. Die jungen Verkehrssünder müssen an 4 Sitzungen á 135 Minuten teilnehmen, welche in einem Zeitraum von 2 bis 4 Wochen stattfinden. Pro Tag darf jedoch nur eine Sitzung besucht werden.

Zwischen der ersten und der zweiten Sitzung muss eine Fahrprobe abgelegt werden, die in Gruppen von maximal 3 Teilnehmern stattfindet.

Diese müssen jeweils 30 Minuten mit einem Fahrzeug genau der Fahrzeugklasse fahren, mit der sie den Verstoß, der zur Anordnung des ASF-Seminars geführt hat, begangen haben.

Die Nachschulung findet in einer speziell für das Aufbauseminar zugelassenen Fahrschule statt. Das Seminar muss selbstständig gebucht werden. Du kannst dir für das Aufbauseminar die Fahrschule selbst aussuchen. Achte darauf, dass du das Seminar so buchst, dass du die Bescheinigung über die Teilnahme noch in der vom Amt festgelegten Frist einreichen kannst.

Besonderes Aufbauseminar bei Alkohol- und Drogen-Verstößen

Alkoholkonsum

Wer in der Probezeit gegen die 0-Promille-Grenze verstößt, muss an einem besonderen Aufbauseminar teilnehmen. Im Gegensatz zu den normalen ASF-Seminaren, ist bei Nachschulungen wegen Alkohol- und Drogen-Verstößen immer ein Verkehrspsychologe anwesend.

Im Gespräch mit eben diesem sollen die Fahranfänger erkennen, dass die Fahrtüchtigkeit durch Alkohol- und Drogen-Konsum eingeschränkt wird. Die Seminare bei Alkohol- und Drogenverstößen sind teurer als die Standard-Seminare, da zu den normalen Kosten das Gehalt des Psychologen hinzu kommt.

Was passiert, wenn ich nicht am Aufbauseminar teilnehme?

Wer nicht innerhalb der festgelegten Frist an einer Nachschulung teilnimmt und die Bescheinigung einreicht, bekommt die Fahrerlaubnis entzogen. Der Entzug der Fahrerlaubnis wird erst wieder aufgehoben, wenn das Seminar erfolgreich absolviert wurde. Wer in der Zwischenzeit dennoch ein Kraftfahrzeug führt, begeht eine Straftat und wird dementsprechend strafrechtlich belangt.

Verkehrspsychologische Beratung

Wenn du nach der Teilnahme am Aufbauseminar erneut wegen einem A- oder 2 B-Verstößen auffällig wirst, bekommst du eine schriftliche Verwarnung und die Empfehlung an einem verkehrspsychologischen Beratungsgespräch teilzunehmen. Du hast dann 2 Monate Zeit, dieser Empfehlung nachzugehen, bist aber nicht dazu verpflichtet. Auch wenn die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung freiwillig und mit Kosten verbunden ist, handelt es sich dabei dennoch um eine gesetzlich geregelte Maßnahme. Nach § 2a Abs. 7 des Straßenverkehrsgesetzes heißt es:

“In der verkehrspsychologischen Beratung soll der Inhaber einer Fahrerlaubnis auf Probe veranlasst werden, Mängel in seiner Einstellung zum Straßenverkehr und im verkehrssicheren Verhalten zu erkennen und die Bereitschaft entwickeln, diese Mängel abzubauen”

Bis 2014 war es noch möglich, durch die Teilnahme an der verkehrspsychologischen Beratung Punkte im Fahreignungsregister abzubauen. Dies ist nun jedoch nicht mehr der Fall. Erst nach Ablauf der Probezeit kannst du Punkte in Flensburg abbauen. Dafür kannst du alle 5 Jahre freiwillig an einem Fahreignungsseminar teilnehmen und 1 Punkt abbauen. Das geht allerdings nur, wenn du nicht mehr als 5 Punkte angesammelt hast.

Die verkehrspsychologische Beratung findet in einem Zeitraum von mindestens 2 und höchstens 4 Wochen statt. Dabei werden an 3 verschiedenen Tagen 3 bis 4 Einzelgespräche mit einem Diplom-Psychologen geführt, der amtlich anerkannter verkehrspsychologischer Berater ist. Die Gesamtzeit der Gespräche muss insgesamt 4 Zeitstunden betragen.

Dabei ist jeweils 1 Stunde zur Vor- und Nachbereitung bestimmt. Die Inhalte der Beratung sind nur für den Teilnehmer bestimmt und werden daher streng vertraulich behandelt. Nach Ende der Gespräche bekommst du eine Teilnahmebestätigung ausgehändigt. Du kannst diese Maßnahme weder bestehen noch durchfallen. Es geht lediglich darum, teilzunehmen und während der Gespräche zur Einsicht über sein Fehlverhalten zu gelangen und Möglichkeiten der Besserung aufgezeigt zu bekommen. Es gibt demnach auch keine Prüfung oder ähnliches.

Da du zur Teilnahme am Beratungsgespräch nicht verpflichtet bist, kannst du dich natürlich auch dagegen entscheiden, ohne zunächst irgendwelche Nachteile befürchten zu müssen. 

Trotzdem möchten wir dir unbedingt empfehlen, an der Beratung teilzunehmen, wenn du dazu eingeladen wirst. Denn so lernst du, deine Fehler zu ergründen, zu verstehen und in Zukunft zu vermeiden. Du brauchst außerdem keine Beurteilung oder Prüfung zu befürchten. Das Gespräch soll dir lediglich weiterhelfen und für mehr Sicherheit im Straßenverkehr für dich und andere sorgen.

Bei mehreren Verstößen und ausbleibender Einsicht kann die zuständige Behörde außerdem zur der Annahme gelangen, dass du zum Führen eines Kraftfahrzeugs ungeeignet sein könntest. In einem solchen Fall kann die Behörde auch ein ärztliches Fahreignungsgutachten anordnen, zu dem du verpflichtet bist, um deine Fahrtüchtigkeit nachzuweisen.